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Studie: Illegales TV-Streaming steigt stark an (Fußball und Sport allgemein)

markus, Sonntag, 31.05.2026, 14:07 (vor 17 Stunden, 52 Minuten) @ Pfostentreffer

Kann ich mitgehen.

Markus hat aber den Gegensatz aufgemacht, Reiche sind immer Prinzipientreu und sparsam und deswegen reich und die Armen halt dumm und selbst Schuld, da nicht prinzipientreu und sparsam. Und das könnte halt nicht weiter von der Realität entfernt sein, deswegen wollte ich es klar stellen.

Das bedeutet nicht, das es keine Armen gibt, die über ihre Verhältnisse leben. Nur man könnte auch mal drüber nachdenken, warum das so ist und das es natürlich bei Armen Menschen rein mathematisch bei Armen schon um vielfaches wahrscheinlicher ist als bei Leuten die gerade 50 Millionen steuerfrei geerbt haben oder 200 Millionen geheiratet haben. Schlicht aufgrund der normalen Lebenshaltungskosten und extrem schwachen Einkommensentwicklung in den letzten 40 Jahren hier.

Ich habe keineswegs die beiden Extreme – einen Steinreichen und einen Bettelarmen – miteinander verglichen. Das kann man selbst mit dem schlechtesten Willen nicht aus meinem Beitrag herauslesen. Ich habe Folgendes geschrieben:

„Diejenigen, die eigentlich keine Kohle haben, konsumieren oft wie bescheuert. Diejenigen, die es sich leisten können, tun es häufig nicht.“

Dafür muss man nicht Wolfgang Grupp mit einem Obdachlosen vor dem Hauptbahnhof vergleichen. Es geht vielmehr genau um die Gruppe, die Fourrier aufgezeigt hat. Der eine verdient unterhalb des Medians, gönnt sich aber ein Leasingfahrzeug, stets das neueste iPhone und geht jeden vielleicht zweiten Tag Gyros beim Griechen essen. Der andere ist Ingenieur, fährt eine alte Karre, benutzt ein sieben Jahre altes Samsung-Gerät und kocht selbst.


Das sind strukturelle volkswirtschaftliche Faktoren, die bewusst so gestaltet wurden (genau wie dir negativen staatlichen Investitionen seit durchgehend 3 Jahrzehnten), damit die Konten der Reichen wachsen, den normalen Leuten das Geld fehlt.

Das zu ignorieren und dann den Leuten, die heute darunter leiden, auch noch vorzuwerfen, dass sie sich doch bitte ihr zweites Brötchen mal sparen können, während man gleichzeitig diejenigen, die uns alle abgezogen haben, als prinzipientreu und sparsam hinstellt, geht mir immer gewaltig gegen den Strich und lasse ich ungerne so stehen.

Auch das steht gar nicht in dem Beitrag. Die Beispiele waren andere. Das mag zwar zum Teil subjektiv sein. Aber z.B. beim Zigarettenkonsum ist bewiesen, dass bildungs- und einkommensschwächere Gruppen überproportional viel rauchen.

Und dummerweise ignorieren das oft gerade diejenigen, die von niedrigen Einkommen betroffen sind. Wir haben ein starkes Grundgesetz, das die Tarifautonomie garantiert. Man kann sich zusammenschließen und den Chef, der sich die Taschen vollmacht, dazu zwingen, bessere Löhne zu zahlen.


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