schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
A- A+
schwatzgelb.de das Fanzine rund um Borussia Dortmund
Startseite | FAQ | schwatzgelb.de unterstützen
Login | Registrieren

Der Artikel ist bei aller angedeuteten Positivität schon sehr reißerisch.... (BVB)

THengen, Dienstag, 19.05.2026, 20:48 (vor 10 Stunden, 49 Minuten) @ Murksknüller

„Und was kommt da plötzlich zum Vorschein? Es ist ein zartes Pflänzchen der Hoffnung, das in einem noch etwas blassen gelb-schwarzen Farbton aus dem grauen Mief der jüngeren Dortmunder Vergangenheit keimt.“

Die Formulierung vom „grauen Mief der jüngeren Vergangenheit“ erscheint deutlich überzogen. Schließlich standen wir 2023 kurz vor der Meisterschaft, erreichten 2024 beeindruckend das Champions-League-Finale und qualifizierten uns 2025 nach einer starker Aufholjagd und einem super Turnaround erneut für die Königsklasse. Von einer durchweg tristen Vergangenheit kann daher kaum die Rede sein.


„Wenn der Umbruch weiter clever gestaltet werden soll, dann sollte man Fabio Silva zum neuen Stürmer Nummer eins machen und sich im Sommer vom wechselwilligen und scheinbar launischen Serhou Guirassy trennen…. Wie kaum ein anderer im "neuen Kader" verkörpert der Guineer den abgenutzten Frack der enttäuschten Vergangenheit und ist auch bei den Fans zunehmend in Ungnade gefallen. Wie aus der Türkei zu hören ist, soll Fenerbahçe Istanbul dem Vernehmen nach seit langem großes Interesse an einer Verpflichtung des 30-Jährigen haben, und auch Serhou Guirassy soll von einem Transfer zu einem aussichtsreicheren Titelaspiranten als dem BVB träumen.“

Fabio Silva bringt zweifellos großes Potenzial mit und wirkt zudem äußerst sympathisch. Dennoch scheint die Forderung nach einem Verkauf von Serhou Guirassy eher von Wunschdenken geprägt zu sein. Die enorme Torgefahr und Effizienz, die Guirassy ausstrahlt, müsste ein anderer Stürmer erst einmal ersetzen. Besonders im Abschluss agiert er phasenweise nahezu weltklasse. Zudem wird er häufig langsamer dargestellt, als er tatsächlich ist – mit Spitzengeschwindigkeiten von rund 33 km/h gehört er keineswegs zu den behäbigen Angreifern, als die ihn manche Medien beschreiben.


„In diesem Zuge sollte man auch am eskapadenfreudigen Karim Adeyemi nicht länger festhalten und den nicht selten als Quertreiber auftretenden Offensivspieler im Sommer noch zu Geld machen. An Interesse am pfeilschnellen Offensivmann soll es wohl nicht mangeln und Adeyemi selbst gelingt es nicht, sein Potenzial dauerhaft auf den Platz zu übertragen. Will der BVB noch Geld für den 24-Jährigen sehen und zeitgleich Gehalt für andere Spieler einsparen, dann in diesem Sommer.“

Es wirkt immer wieder erstaunlich, welche Spieler von manchen Experten in den Sportmedien vorschnell abgeschrieben werden. Einen Spieler wie Karim Adeyemi zu ersetzen, dürfte alles andere als einfach sein. Seine Torquote ist durchaus ordentlich, und er besitzt neben einem fantastischen Tempo das außergewöhnliche Potenzial, immer wieder Leistungen auf Weltklasse-Niveau abzurufen – auch wenn dies bislang noch zu selten konstant gelingt. Zudem erscheint die Darstellung seiner angeblichen „Eskapaden“ stark überzeichnet. Im Vergleich zu anderen Vorfällen im Profifußball wirken die Diskussionen um ihn teilweise unverhältnismäßig. Dass heute bereits ein Rap-Video als Skandal gilt, sagt mitunter mehr über die öffentliche Wahrnehmung als über den Spieler selbst aus.


„Was man sich in Dortmund längst von ihm wünscht, ist endlich wieder Fußball, der die Fans ins Stadion lockt. Zuletzt waren es eher die große Verbundenheit und die echte Liebe der Fans in Kombination mit regelmäßigen Punkten, die viele Anhänger im Stadion gehalten haben und so manchen Terrorball erträglicher oder aushaltbar machten. Auch hier braucht es Aufbruchstimmung, neuen Mut und frischen Wind.“

Diese Einschätzung wirkt ebenfalls fragwürdig. Ich dachte immer, unser Zuschauerschnitt liegt bei den ominösen 81.365 Menschen, die alle zwei Wochen ins Stadion pilgern. Wäre mir neu, dass dazu jemand gezwungen werden muss… ein Wert, von dem nahezu jeder andere Verein nur träumen kann. Von mangelnder Begeisterung oder einem Stadion, dass mit Terrorball gefüllt ist kann also kaum die Rede sein. Wäre es so, hätten auch wir „nur“ noch 75.000 Menschen im Stadion, wie zuletzt in der Saison 2004/2005. Die Formulierung erscheint daher unnötig reißerisch und überdramatisiert.


Fazit:

Der Artikel spricht durchaus einige diskussionswürdige Punkte an und greift relevante Themen rund um den BVB auf. Insgesamt fehlt jedoch die notwendige Differenzierung. Viele Aussagen wirken bewusst zugespitzt und reißerisch formuliert, wodurch die tatsächliche sportliche Entwicklung und einzelne Spielerleistungen nicht immer angemessen eingeordnet werden. Nur meine Meinung…


Antworten auf diesen Eintrag:



gesamter Thread:


1574719 Einträge in 16894 Threads, 14397 registrierte Benutzer Forumszeit: 20.05.2026, 07:37
RSS Einträge  RSS Threads | Kontakt | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung | Forumsregeln