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Das Gefühl rund um Borussia Dortmund verändert sich gerade (BVB)

koom, Dienstag, 19.05.2026, 17:48 (vor 23 Stunden, 10 Minuten) @ Cthulhu

Kovac wird keine Ära wie Klopp prägen, aber ich würde die Baustelle "Trainer" nicht ohne Not wieder aufmachen.

Nein, das glaube ich auch nicht. Klopp war/ist aussergewöhnlich als Trainer. Kovac ist "nur" ein sehr guter Fußball-Lehrer. Und es gelingt sehr wenigen, eine Wirkzeit von mehr als 3 Jahren bei einer Mannschaft zu schaffen.

Ich bin des festen Glaubens, dass frischer Input vor allem durch den Sportdirektor kommen muss. Kovac ist ein sehr guter Abteilungsleister. Er ist "konservativ", stabil, souverän. Er wird dir nicht den Laden auf Links drehen, alles anderes machen und hopp oder topp spielen lassen. Er kommt mit klassischen Methoden, klaren Ansagen. Er holt dir quasi die 100% aus dem Kader heraus.

Willst du mehr als diese 100%, musst du den Kader verbessern. Ich glaube, der BVB hat das erkannt, weswegen man die durchaus unbequemen Entscheidungen bei Süle und Brandt getroffen hat. Und auch bei Schlotterbeck eine Lösung gesucht hat, die zumindest sicheres Geld bringt. Kolportiert ist man auch fein mit einem Guirassey-Wechsel. Das klingt insgesamt so, dass man im Kader wesentliche, wirkungsvolle Änderungen vornehmen will. Weg von "das hat jahrelang gut funktioniert" zu "frisches Blut bringt frische Ideen".

Bitterer ausgedrückt: Brandt, Guirassey sind gute Spieler. Vielleicht sogar sehr gut. Vielleicht machen sie "Dienst nach Vorschrift". Das ist negativ belegt, aber in dem Fall nicht so gemeint. Kovac lehrt Defensive, Strukturen, Disziplin. Sie halten sich daran. Aber im Fußball kannst du im Spiel als Trainer nur noch wenig beeinflussen. Es ist dann ein "Players game". Der Spieler trifft Entscheidungen. Brandt und Guirassey trafen insgesamt vielleicht zu oft zu sichere, "trainierte" Entscheidungen, anstatt vielleicht was zu riskieren.

Kovac verbietet ja offensiv nichts. Unter Kovac wurde Bayerns Lewandowski ein Killer, wo er vorher nur ein großartiger Stürmer war. Kovac leitete quasi die Idee von Frankfurts Erfolg ein, mit dem "Ochsensturm". Er braucht halt vorne Spieler, die auf der Basis seines Trainings - starkes Mittelfeldpressing, sichere Balleroberung - etwas kreativ anfangen. Der BVB hat aus meiner Sicht zu viele disziplinierte Spieler, die zu sehr auf Struktur und Ordnung achten. Vermutlich auch aus der Vergangenheit heraus, wo speziell unter Sahin alles zerbrach, aber auch zuvor unter Terzic und Rose defensiv eigentlich dauernd Feuer war.


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