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wollen wir wirklich zusehen, wie sich 22 Erwachsene wie im Sandkasten benehmen? (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 13.05.2026, 23:50 (vor 9 Stunden, 25 Minuten) @ koom

Flick hatte mit seinem offensiven Denken und seinen Vorstellungen von Angriffspressing und Gegenpressing genau den Nerv des Teams getroffen und die Stärken der einzelnen Spieler in diese Vorstellungen einbinden können.


Allerdings setzte er aber auch auf eine sehr gut herausgearbeitete Defensivarbeit von Kovac auf, der zudem auch Lewandowski durchaus zum Killer veredelte.

Merkte man ja auch daran, dass die Mannschaft dann binnen eines Jahres widerum defensiv auseinanderflog, weil Flicks wilde Offensivideen keine Grundlagen in Balleroberung und Verteidigung hatten. Der hatte halt einfach sich gar nicht groß gekümmert, wie das hinten funktioniert - dito auch in der Nationalmannschaft.

Hätte bei Barca getippt, dass er deswegen auch dort scheitert - aber er hat wohl dazugelernt. Chapeau.

Flick hatte bei Bayern in seiner ersten Saison, als er von Kovač nach dessen Demission übernahm, einen ganz entscheidenden Trumpf namens Thiago Alcántara.

Der war in der ersten Kovač-Saison bei den Bayern dessen Dreh- und Angelpunkt auf dem Spielfeld. Kovač hat aus dem tiefen Spielmacher Thiago, dem exzellenten Aufbauspieler, dem Ballmagneten und der Passmaschine im defensiv/zentralen Mittelfeld und gleichzeitigem Defensivorganisator zusätzlich einen harten Zweikämpfer gemacht, der keinem Duell in seiner Zone aus dem Weg ging. Nicht, dass Thiago vorher zweikampfschwach gewesen wäre, im Gegenteil. Aber Kovač hat ihn diesbezüglich noch einmal auf ein anderes Level gehoben und setzte ihn als alleinigen 6er vor der Abwehr ein. Ein Faktor, der entscheidend zur herausragenden Rückrunde der Bayern beitrug und insbesondere den in der Hinrunde schwachen Innenverteidigern Boateng und Hummels die notwendige Unterstützung für ihre ausgezeichneten Rückrundenleistungen bot.

In der zweiten Kovač-Saison kam es in einer Schwächephase Thiagos zu öffentlicher Kritik von Kovač an Thiago. Thiago wurde daraufhin vom Kovač-Unterstützer zum Kovač-Gegner. Vielleicht der Anlass (oder die Gelegenheit) für Rummenigge, die Trennung von Kovač zu vollziehen, der nun auch den letzten Rückhalt in der Mannschaft verloren hatte.

Unter Flick wurde Thiago wieder stärker und ein wesentlicher Faktor für den Erfolg, u.a. weil er durch sein Defensivspiel die Offensividee Flicks in der Umsetzung erst ermöglichte. Ein Faktor, den die Bayern wahrscheinlich unterschätzt haben. Man kam der Bitte Thiagos um einen Wechsel zu Liverpool nach und ersetzte ihn nicht oder nur sehr halbherzig. Worauf das Verhältnis von Flick zu Brazzo erste größere Risse bekam. Thiagos Rolle wurde mehr oder weniger abgeschafft und durch das Duo Kimmich und Goretzka im defensiv/zentralen Mittelfeld ersetzt.

Goretzka, der unter Kovač und dann zunächst auch unter Flick eine wesentlich offensivere Rolle eingenommen hatte, wurde dafür positionell auf dem Feld zurückgezogen. Nur hat er weder die spielaufbauenden Fähigkwiten eines Tniago, noch dessen Defensivskills. Und die Absicherung des oft frei floatenden Kimmich kann er auch nicht geben. Und genau hier liegt der entscheidende Grund für die sukzessive schwächer werdende Defensive der Bayern zunächst in der zweiten Saison Flicks, dann immer deutlicher unter Nagelsmann. Und auch in der Nationalmannschaft hatte dies entsprechende Auswirkungen.


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