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Neu auf schwatzgelb.de: VAR im Fußball: Warum der Videobeweis reformiert werden muss (BVB)

AGraute, Dienstag, 10.03.2026, 11:36 (vor 2 Stunden, 4 Minuten) @ Redaktion schwatzgelb.de

Denn eines möchte ich ganz sicher nicht erleben: eine Rückkehr in die Zeit, in der ein Schiedsrichter eine Entscheidung trifft und 30 Sekunden später im Stadion und vor dem Fernseher jeder weiß, dass sie falsch war.

Genau das ist aber doch die Gefahr des beschriebenen Challenge-Systems.

Im Grunde beschreibst du selbst das Kernproblem des VAR ganz richtig: die sagenumwobene Eingriffsschwelle. Nun nimmt beispielsweise der BVB eine Challenge bei einer klassischen 'Kann-Entscheidung'. Der Schiedsrichter sieht sich die Bilder an, bleibt bei seiner ursprünglichen Einschätzung und der BVB verliert damit seine Challenge.

Kurze Zeit später trifft der Schiedsrichter eine klare Fehlentscheidung gegen den BVB und jeder im Stadion und vor dem Fernseher erkennt sofort, dass es falsch war. Nur: Es gibt keine Möglichkeit mehr, das zu korrigieren, weil die Challenge bereits verbraucht wurde.

Könntest du das dann wirklich akzeptieren, weil der BVB seine Challenge zuvor verwirkt hat?

Ich sehe momentan eigentlich nur eine sinnvolle Perspektive für den VAR:

Rückbesinnung auf den Grundgedanken: Korrektur ausschließlich klarer Fehlentscheidungen + und Wegfall der Feldreviews.

Der entscheidende Punkt wäre also die Eingriffsschwelle. Jeder Schiedsrichter bekäme seine eigene Linie zurück. Dadurch käme es zwangsläufig zu vergleichbaren Situationen, die von Schiedsrichter A anders bewertet werden als von Schiedsrichter B. Damit müsste man leben. (Im Optimalfall erhöht man im Laufe der Zeit die Qualität der Schiedsrichter, sodass sie alle eine ähnliche Linie haben, aber das ist Zukunftsmusik)

Korrigiert würden ausschließlich wirklich klare Fehlentscheidungen, wie beispielsweise ein grobes Foul außerhalb des Blickfelds des Schiedsrichter, eine Spielerverwechslung oder die Frage, ob ein Foul im oder außerhalb des Strafraums stattfand.

Also genau die Situationen, bei denen nahezu jeder sagt: "Okay, das war ein Fehler – gut, dass er korrigiert wurde."

Für solche Fälle bräuchte es dann auch keine Feldreviews mehr. Stattdessen könnte eine kurze Durchsage erfolgen; etwa:
"Nach Hinweis des Videoassistenten gibt es Strafstoß statt Freistoß, da das Foul an Beier innerhalb des Strafraums stattfand."

Mit dieser Variante könnte ich persönlich am ehesten leben. Fehler und Diskussionen gäbe es natürlich weiterhin, aber nach inzwischen acht oder neun VAR-Saisons sehen wir ja, dass auch mit VAR weiterhin Fehler passieren. Und diese lassen sich zumindest für mich deutlich schwerer akzeptieren.


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