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Leistung = Kaderumbau seit 2022 (BVB)

Zaungast, Dienstag, 22.07.2025, 23:22 (vor 174 Tagen) @ Matze_Berlin
bearbeitet von Zaungast, Dienstag, 22.07.2025, 23:26

Hat Kehl denn seit Amtsantritt durch seine Leistungen seine Qualifikation beweisen?

Wenn man oberflächlich ist und ausschließlich auf die Tabellenplätze schaut, nein.

Wenn man das ganze differenzierter betrachtet - was der überwiegende Teil hier erst gar nicht versucht - dann erkenne ich durchaus eine Leistung, die eine Weiterbeschäftigung rechtfertigt.

Ich habe an anderer Stelle bereits den Kader von 2022 mit dem heutigen verglichen.
Wir hatten zum Zeitpunkt des Amtsantritts von Kehl eine Mannschaft, die
- mit Haaland, Bellingham und Akanji drei sehr starke Spieler unterhielt, die nicht länger zu halten waren, aber immerhin eine üppige Ablöse einspielten,
- mit Hummels, Reus und Schmelzer drei große Persönlichkeiten in den Karriereherbst verabschiedet hat und darüberhinaus
- vornehmlich aus Altstars, Ergänzungs- und Nachwuchsspielern bestand (Bürki, Hitz, Zagadou, Pongracic, Coulibaly, Papadopoulus, Guerreiro, Schulz, Rothe, Meunier, Wolf, Morey, Passlack, Witsel, Delaney, Dahoud, Reinier, Hazard, Reyna, Knauff, Moukoko).

Der Kern auf den Sebastian Kehl nach Amtsantritt verlässlich mehrere Jahre bauen konnte bestand aus fünf, zum Teil überbezahlten Spielern:
Kobel, Can, Brandt, Gittens, Malen

Das heißt im Umkehrschluss, dass Sebastian Kehl innerhalb von drei Jahren nahezu den gesamten Kader ausgetauscht hat,
- mit einem bisherigen Transfersaldo von +20 Mio. Euro,
- dem Umstand, dass Neuverpflichtungen zunächst Abgänge vorausgehen müssen (davon gab es notwendigerweise etliche - siehe oben), weil Spieler nicht nur Ablöse, sondern eben auch Gehalt kosten und Budgetgrenzen gelten,
- man eine komplett neue Führungshierarchie aufzubauen hatte (daher nach den Abgängen von Hummels und Reus verständlicherweise auch eher einen Kapitän aus Stuttgart und erfahrenen Premier League Profi und Nationalspieler auswählt, als hoffnungsvolle Toptalente).

Zudem hat man in diesen ganzen notwendigen Umbaumaßnahmen auch noch die Erkrankung vom Königstransfer Haller - und damit einer wirtschaftlichen Totalschreibung - verdauen müssen.

Dieser Umbau bis hierher ist definitiv nicht nichts. Wir sind heute soweit, dass wir punktuell ergänzen können, nicht wie bisher entstandene Krater flicken.

Nein, wir haben uns sportlich die letzten Jahre nicht weiterentwickelt. Aber wir hatten dennoch Erfolge und konnten stets das Minimalziel knapp erreichen. Möglicherweise war aufgrund des riesigen Kaderumbaus zuletzt aber auch nicht viel mehr drin.


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