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Woher soll das Vertrauen kommen? (BVB)

markus, Dienstag, 22.07.2025, 10:11 (vor 175 Tagen) @ Invis

2023 wussten einige Schlaumeier ganz genau, dass nicht wir gut, sondern die Bayern einfach nur zu schlecht waren.


2023 waren die Bayern schlecht und haben 6 Punkte weniger geholt als in den Jahren zuvor. Aber zumindest in der Rückrunde waren wir (punktetechnisch) auch gut. Beides zusammen hat dann zur Meisterchance geführt.

Das ist aber normal. Wir werden nicht mit den Bayern mithalten, wenn sie normal performen. Dafür ist der Abstand einfach viel zu groß.

2024 war dann kaum jemand stolz auf das Finale.
Das Herumreiten auf Platz 5 ist auch ein wenig skurril. Denn ohne die Champions-League-Reform, die Platz 5 hat ausreichen lassen, hätten wir natürlich um Platz 4 gekämpft. Wahrscheinlich wären wir dann aber nicht ins Finale der Champions League gekommen.


Wir sind halt trotz zweitteuerstem Kader schon ziemlich durch die Liga gestolpert und am Ende schlichtweg nur 5. geworden. Dummerweise kamen in diesem Jahr aber auch noch die Fabelsaisons von Leverkusen und Stuttgart dazu. Die haben es insgesamt noch schlechter aussehen lassen. Dass kaum jemand stolz auf das Finale war, kann ich übrigens nicht glauben.

Trotz allem haben wir dort 63 Punkte geholt. Das ist nur geringfügig unter unserem 10-Jahresschnitt.

Wenn nun also Platz 5 reicht und man zugleich die Chance hat, das Finale zu erreichen – was macht man dann?


Das klingt jetzt als könnte man nur das eine oder das andere erreichen. Aber der Platz 5 ist eine Folge der Gesamtsaison und nicht die Folge von 1-2 Spielen gegen Ende der Saison.

Wir sind nicht Bayern München, die die den Anspruch haben, um alle drei Titel gleichzeitig mitzuspielen. Der BVB ist ein Verein, der eher selten um Titel mitspielt und wenn, dann in der Regel nur um einen (in meisten Fällen auch nur um den DFB Pokal). Drei Punkte mehr und wir wären 4. geworden. Es fehlte also tatsächlich nur ein Spiel.


Man muss da schon auch das Gesamte betrachten. Und da unterschlägst du dann schon auch, dass es die Saison war, in der sogar die Spieler rebelliert haben weil man mit dem Underdog Fußball den man bspw. in Stuttgart gespielt hat überhaupt nicht zufrieden war.

Ich gewinne aber lieber mit Underdog Fußball gegen Paris und hole zwei Unentschieden gegen damals unfassbar starke Leverkusener als sich zu verausgaben und mit einer Niederlage nach Hause zu fahren.
Auch das Finale gegen Madrid hätte ich lieber defensiv gewonnen als offensiv zu verlieren.

Aus meiner Sicht ist das Umfeld mit einer vollkommen überzogenen Erwartungshaltung ein großes Problem. Und das dürfte daran liegen, dass zum einen der Stachel von Mainz noch unfassbar tief sitzt. Zum anderen aber auch, dass der Mensch gerne immer höher, schneller und weiter will. Wenn man aber das Ende der Fahnenstange erreicht hat, geht es nicht mehr höher. Dann geht es nur noch wieder runter. Und dann ist es klar, dass irgendwann der Tag kommen wird, an dem auch mal wieder die Champions League verpasst wird. Genauso ist ja auch der Tag gekommen, an dem Bayern München nicht deutscher Meister wird.


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