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Klub-WM und zusätzliches Transferfenster als Chance sehen? (BVB)

AGraute, Dienstag, 20.05.2025, 11:18 (vor 267 Tagen) @ patrahn

Ich habe die Klub-WM gedanklich bisher als Vorbereitungsturnier abgestempelt, bei dem es im Grunde nur um darum geht mit möglichst wenig Aufwand, möglichst viel Geld zu erspielen.
Vor allem wegen der zerstückelten Sommerpause, der kurzen Regenerationszeit und der hohen Belastung für die Spieler dominiert bei mir eine negative Blickweise auf das Turnier. Insbesondere für die Spieler, bei denen sich die Teilnahme an der Klub-WM und die Abstellung zur Nationalmannschaft die Klinke in die Hand geben, scheint die Situation alles andere als ideal (fairerweise: viele deutsche Nationalspieler werden wir vermutlich nicht stellen...).

Aber ich versuche mal mögliche positive Seiten zu betrachten. Besonders im Zusammenhang mit dem zusätzlichen Transferfenster, das nur den Bayern und uns offensteht.

Hier ein paar Gedanken, warum genau dieses Sonderfenster – kombiniert mit der Klub-WM – eine echte Chance für den BVB sein könnte:

1. Früher Zugang zum Transfermarkt

Während andere Bundesligisten offiziell erst ab Juli Transfers abwickeln können, dürfen wir bereits ab vom 01.-10. Juni Spieler verpflichten. Dies könnte durchaus ein großer Vorteil sein – der frühe Vogel...
Eventuell ist auch ein Verein noch auf Umsätze in diesem Geschäftsjahr angewiesen und verkauft daher lieber im Juni an uns, statt im Juli an einen anderen Verein.

2. Präsentation auf großer Bühne

Die Teilnahme an der Klub-WM bietet eine zusätzliche Bühne, um sich als globaler Klub zu präsentieren. Spieler, Berater und Vereine weltweit nehmen den BVB in diesem Zeitraum besonders wahr – ein Imagevorteil (z.B. gegenüber Leipzig, Leverkusen, Frankfurt), der sich direkt aber vor allem auf zukünftige Transfers auswirken kann.

3. Eingewöhnung unter Wettbewerbsbedingungen

Neue Spieler, die bereits im Juni verpflichtet werden, können direkt mit zur Klub-WM reisen. So findet eine erste Integration ins Team nicht in Testspielen, sondern in Pflichtspielen statt – ideal für ein schnelles Ankommen und Kennenlernen von Team und Spielidee. Trotz der Bezeichnung Pflichtspiele tun Fehler weniger weh, als z.B. in den ersten Ligaspielen.

4. Frühere Kaderplanung - Vorsprung zur Konkurrenz

Vereine wie Leverkusen oder Leipzig können im Juni noch nicht aktiv sein. Der BVB könnte – sofern die Planung konsequent ist – bis zum Trainingslager vor der Bundesliga (04.08.) den Kader zumindest auf der Aufnahmeseite weitestgehend vollstänidg haben und dadurch das Risiko auf einen erneuten 'holprigen' Start minimieren. Gerade da der Aderlass in Leverkusen und Leipzig mMn riesig sein wird, kann uns das auf diese Konkurrenten einen Vorsprung einbringen.

5. Aktueller Eindruck vom Kader

Die Klub-WM bietet mehrere Pflichtspiele in kurzer Zeit – und damit die Möglichkeit, Spielern aus der zweiten Reihe oder jungen Talenten bzw. Leihrückkehrern früh im Sommer echte Spielpraxis zu geben und sich dadurch einen aktuellen Eindruck zu verschaffem. Auf dieser Basis lassen sich hoffentlich klügere Entscheidungen treffen: verleihen, halten, transferieren?

Fazit:
Ja – die Belastung ist hoch, und es wird eine Herausforderung, die Spieler gesund und fit durch die kommende Saison zu bringen. Aber es gibt möglicherweise strategische Vorteile, die man nicht übersehen sollte. Das zusätzliche Transferfenster ist dabei ein zentrales Instrument: Wer jetzt klug plant und zeitig! handelt, kann mMn daraus einen Wettbewerbsvorteil ziehen.

Was meint ihr: Nutzt der BVB diese Chance? Oder überwiegen die Risiken?


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