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Vive la discussion (Spieltage)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 14.08.2023, 11:03 (vor 884 Tagen) @ Pfostentreffer
bearbeitet von FourrierTrans, Montag, 14.08.2023, 11:22

Puh, was man hier alles zu lesen bekommt.

> https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/frankreich-debattenschlacht-um-einfluss-der-wokeness-19100177.html

Also in Frankreich wird es gerade auch diskutiert, wen interessieren Zustimmungswerte (außer Politikern)? :-P[/i]


Natürlich wird es in der FAZ (rauf und runter) sowie in Frankreich diskutiert, wie in allen westlichen Demokratien und den Ländern, in denen westliche Konservative, Libertäre, Nazis oder christlich religiöse Extremisten Einfluss haben. Warum? Weil sich mit damit hervorragend emotionalisieren lässt und man super Stimmungen gegen benachteiligte Minderheiten (das übliche wir gegen die, scheint Dir ja nicht ganz fremd zu sein) machen, die Gesellschaft spalten und dummerweise auch noch Wahlen gewinnen kann. Eben weil viele Menschen sich so stark davon emotionalisieren lassen. Man denke nur an die die Trans-Debatte.


Allerdings ist es zutreffend, dass in den letzten Jahrzehnten viele Entwicklungen zuerst in den USA, dann in Europa gesichtet wurden. Ich sehe das aber eher als einen historischen "Unfall",


Und jetzt denk mal drüber nach, wie dieser "Unfall" zustande gekommen ist. Na, na? Evtl hatten die "geistig kulturellen Errungenschaften" der Europäer was damit zu tun? Vielleicht sogar ganz spezifisch die geistigen Ergüsse der Deutschen?

Bin mir nicht sicher was du meinst. Dass die ersten US-Einwanderer größtenteils auch aus Europa kamen?

wenn man so will, dieses US-amerikanische Trendsetting. Da die USA im Grunde ja auch keine richtige Geschichte hat, bis auf weniger als eine handvoll Jahrhunderte abgesehen,

Kannst Du bitte ausführen was Du mit "keine richtige Geschichte" meinst? Nur eine Falsche? Die amerikanische Verfassung wurde übrigens knapp 100 Jahre vor der ersten deutschen Staatsgründung geschrieben. Dementsprechend haben wir noch weniger "richtige" Geschichte? Dann sollten wir Deiner Logik zufolge ja froh sein, uns bei den Amis etwas abschauen zu können.

Mit "richtiger Geschichte" meine ich, dass es auch schon ein kulturelles Leben auf europäischem Boden vor 1000 Jahren gab. Eine Staatsgründung ist ein Aspekt, aber auch nur einer von vielen.
Sicherlich haben europäische Einwanderer in den USA, insbesondere als diese richtig Fahrt aufgenommen hat, so ab 1800 würde ich grob sagen, einiges an kulturellem Erbe mitgebracht. Letztlich hat sich dabei dann doch aber auch ein "Cut" vollzogen. Man sieht das auch optisch schon sehr schön, wenn man durch europäische Großstädte wie Paris, Rom, Florenz, Bordeaux, Prag usw. schlendert, oder sich durch eine x-beliebige US-Großstadt fahren lässt.
Grundsätzlich erst einmal wertfrei, aber historisch gesehen sieht man es ja förmlich, dass da ein wesentlich kürzerer Zeitraum von Geschichte gegeben ist.


kommt i.d.R. nur kultureller und geistig-gesellschaftlicher Schrott aus dieser Region der Erde.
Deiner Logik zufolge wäre es dann doch gut, wenn wir den Amerikanern folgen, oder habe ich die Logik falsch verstanden? Und wie kommt man zu einer Bewertung, dass aus dem Land, welches bspw. 3x so viele Nobelpreise gewonnen hat als das zweitbeste Land in dieser Kategorie sowie das führende Land bei Romanveröffentlichungen und mit der erfolgreichsten Filmindustrie der Welt "nur kulturellen und geistig-gesellschaftlichen Schrott" hervorbringt. Da bin ich sehr gespannt, wie Deine Einschätzung das argumentiert.

Den ersten Satz verstehe ich nicht ganz. Auf gar keinen Fall sollte man den Amerikanern in kultureller oder gesellschaftlicher Sicht folgen, mMn.

Es ist ja unbestritten, dass die Amerikaner extrem erfolgreich sind, Beispiel Filmindustrie. Dennoch empfinde ich einen überwältigenden Teil der kommerziell so erfolgreichen amerikanischen Filme als absolut primitiv.
Es ist auch unbestritten, dass die Amerikaner in Technologie und Wissenschaft "top-notch" sind, was zum Beispiel die vielen Nobelpreisträger in dem Kontext erklärt. Aber das hat ja mit kultureller, gesellschaftlicher Kritik nichts zu tun.

Wie oben angedeutet, bin ich aber sicher, dass sich das in spätestens 2-3 Generationen wieder geändert hat, auf dem Spielfeld des kulturellen, gesellschaftlichen und militärischen Schachbrett der Welt. :-)

Na dann ist ja gut. Bin ich froh, dass es nicht die Europäer waren, die durch ihren "kulturellen und geistig-gesellschaftlichen Schrott" die USA geschaffen haben. Und das, nachdem sie das dort lebende Volk durch nahezu vollständige Ausrottung und anschliessende Unterwerfung der Überlebenden absolut von unserer kulturellen Überlegenheit überzeugt haben. Wie "geistig-kulturell" heroisch. Im übrigen auf dem nahezu ganzen amerikanischen Kontinent, nicht nur in den heutigen USA.

Du meinst den von den Europäern verübten Kolonialismus und militärischer Hegemonie?
Erübrigt sich zu erwähnen, weil die Amerikaner dies im Grunde ebenso tun, spätestens seit dem 20. Jahrhundert, mit allen Mitteln. Wie jede Großmacht das bisher getan hat, in der Geschichte der Menschheit.
Um nur mal ein Beispiel herauszupicken. Vietnamkrieg, Einsatz des Herbizids TCDD, besser bekannt als "Agent Orange". Großflächig eingesetzt über Süd-Vietnam. Bis heute zählt das Land über 3 Millionen Opfer an Toten oder körperlich versehrten Menschen.


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