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In Sandhausen gab es auch einen Vorfall (Spieltage)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Montag, 14.08.2023, 09:46 (vor 887 Tagen) @ Cthulhu

Hab da vorhin auch schon drüber nachgedacht was ich als Vater wohl machen würde.
Ich glaub ich würde mir den Spass mal gönnen und den ein oder anderen Twitterheld mal schwitzen lassen.

Hier im Forum ist mir jetzt nix extremes aufgefallen außer das einige natürlich wieder mit absoluter Sicherheit den ganz genauen Wortlaut erkannt haben.


Dass aus so einer völlig unklaren Situation heraus eine derartige Diskussion über ein Kind entbrennt, ist aussagekräftig genug über diese Gesellschaft.

Ich persönlich kann mich als Kind noch sehr gut an das völlig dämliche "ha - ha - ha - Hatschi"-Spiel erinnern, wo man so lange "ha" gesagt hat, bis der andere irgendetwas bestimmtes zu einem bestimmten Zeitpunkt tun musste, z.B. einen Elfer schießen. Aber gut, wir als superkorrekte woke deutsche Gesellschaft treiben das Kind jetzt erst einmal als potenziellen Faschisten durch's Dorf und zerlegen jeden kleinsten Laut. Erbärmliche Gesellschaft.


Gibt es in diesem Forum in irgendeiner Form Punkte dafür, wenn man in seinen Beiträgen das Wort "woke" benutzt?


Klingt halt netter, als "linksgrün-versifft".


Das ist nun eine Vorverurteilung, von der man aber natürlich ausgehen konnte, dass diese geschieht. Es reicht ein Triggerwort wie "woke".
"Linksgrün-versifft" ist ja primär ein Schimpfwort für eine bestimmte Wählergruppe, die ich bewusst nirgends angesprochen habe, weil es viel interessanter ist zu beobachten, wie eine Gesellschaft sich verändert (hat). Parteien und Staatsformen kommen und gehen über die Jahrhunderte, es ist müßig Menschen nach Parteien zu clustern oder, noch unsinniger, ihren Charakter danach zu bewerten. Unabhängig davon wird ja gerade bei dem Begriff "linkgsgrün-versifft" deutlich, wie unsinnig das Differenzieren zwischen politischen Parteien noch ist, da die hiesigen Linken nichts, aber auch wirklich gar nichts mehr gemeinsam haben mit den ursprünglichen linken Ideen und Vorstellungen zu Beginn des 20ten Jahrhunderts. Nur noch das Wort "Links" ist halt geblieben.


Ich finde diese ständige, reflexartige Auswerfen des Überbegriffes "woke" einfach für ähnlich problematisch, da es, im Falle von Kritik auch durchaus beleidigend gemeint ist. Zumindest denke ich, man sollte sich durchaus darüber im Klaren sein, in wessen verbales Horn man stößt.

Ich muss gestehen, dass mir da auch eine einheitliche Bezeichnung für den Zustand dieser Gesellschaft fehlt. Die Art und Weise, wie sich unsere Gesellschaft präsentiert kann man aber auch nur diffamieren, meiner Ansicht nach, das hat aber für meine Kritik nichts mit Parteizugehörigkeit zu tun, nicht einmal im engeren Sinne mit der Frage, wer ist konservativ und wer ist liberal. Vor allem, weil diese Begriffe ohnehin bis zur Unkenntlichkeit verzerrt wurden.
"Woke" ist irgendwie ein Stück weit das "Hilfswort", was noch am ehesten passt, auch wenn es an einigen Stellen nicht gänzlich richtig beschreibt und leider auch fehlinterpretiert wird. Wobei man fairerweise sagen muss, auch die ursprüngliche Idee des Wortes "woke" hat ja nichts mehr zu tun mit dem, wozu es heute gießkannenartig verwendet wird. Von daher ist die Kritik schon auch berechtigt.


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