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Persönliches Gespräch + Ethik / Werte (BVB)

SebWagn, HH Harvestehude, Samstag, 24.06.2023, 19:53 (vor 1145 Tagen) @ dan1el
bearbeitet von SebWagn, Samstag, 24.06.2023, 19:59

Grundsätzlich, wie kann man sich solche Kommentare über einen Menschen eigentlich erlauben ohne je mit dem Menschen ein persönliches Gespräch geführt zu haben und seine Sicht der Dinge zu erfahren?

Dazu in dem Kontext.
Jeder der hier die ethischen Grundsätze des BVB (oder seine eigenen ethischen Grundsätze) heranzieht um Nmecha abzulehnen oder zu verteufeln, ohne den Menschen persönlich gesprochen zu haben bzw. von vertrauten Personen nach dem Gespräch ihren ehrlicher Eindruck vermittelt bekommen, dürfen sich über das Wort Ethik Mal Gedanken machen. Das vor allem bevor man damit herumwirft oder es nur für seine eigene Rechtfertigungen hernimmt und es einseitig auslegt.

In jedem Punkt der Ethik wird man mehr Argumente dazu finden, Menschen eine zweite Chance zu geben, sie anzuhören und sie nicht direkt abzustempeln, als dass man keine Hoffnung mehr haben darf, dass Menschen ihr zukünftiges Handeln reflektiert ändern und auch lernen mit anderen Erziehungsweisen der Kindheit/Jugend in eigene kritische Selbstreflektion zu gehen.

Eines der grundlegendsten Prinzipien der Ethik ist u.a. auch das der Gerechtigkeit, was bedeutet, dass alle Menschen fair und gerecht behandelt werden sollten und nicht direkt ohne eigene, im persönlichen Gespräche getätigten Rechtfertigung verurteilt werden.

Sowohl diejenigen denen man ungerecht zu Nahe tritt und sie respektlos behandelt oder ihre frei gewählte Lebensweise herabwürdigt, als auch die Menschen die im Verdacht stehen dies mit ihren Aussagen/Handlungen zu tun. Vorverurteilungen durch zwei, dämliche, geteilte Links ohne im Nachgang ein persönliches Gespräch mit dem Menschen zu führen und ihn ohne dies verurteilen/beleidigen können diese Gerechtigkeit massiv verletzen und sind auch ethisch nicht erlaubt.

Das halt auch im Bezug auf einen anderen Punkt der Ethik, dem Recht auf Verteidigung.
Sowohl im Rechtssystem, aber hier für den Beitrag, auch in ethischer Hinsicht. Jeder hat das Recht, sich zu erklären, bevor er endgültig verurteilt / abgestempelt wird. Endgültige Vorverurteilungen verletzen dieses Recht, da sie eine Beurteilung erlauben, ohne dass der Betroffene die Möglichkeit hat, sich persönlich zu verteidigen oder ausführlich seine Sicht der Dinge darzustellen (Da reicht dann natürlich auch kein 0815 Text auf Social-Media)

Entweder wir legen die hier so vielfach beschworenen "ethischen Grundsätze" im Contra UND im Pro für einen Menschen an, oder man verwendet diesen Begriff nicht mehr. Vielmehr gesteht man dann, dass man Menschen lieber direkt in eine Ecke schiebt und seine eigene, vorgefertigte Meinung nicht mehr überdenken will, in beide Richtungen.


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