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Gregor Kobel und die Torhüter-Ablösesummen (BVB)

Majoney, tief im Süden, Dienstag, 23.05.2023, 16:06 (vor 1179 Tagen) @ Jurist81

Es muss um 2006 herum gewesen sein, da habe ich eine Stadionführung im Westfalenstadion unter Gerd Kolbe genossen. In diesem Rahmen (Sommereuphorie, die ich vor jeder Saison versprühe) fragte ich nach seiner Einschätzung für die kommenden Jahre. Seine Antwort werde ich nie vergessen:

"Der BVB hat immer nur dann Titel geholt, wenn man einen hervorragenden Torhüter hatte. Und Weidenfeller ist nicht hervorragend."

Seitdem frage ich mich. Stimmt der erste Satz oder der zweite Satz seiner Einschätzung nicht.

Beides stimmt. Der Satz - im Perfekt formuliert - war damald korrekt. Heute wäre er es nicht mehr, weil der BVB danach mehrere Titel mit Weidenfeller und (mindestens?) einen mit Bürki geholt hat.
Erweitert man die Stichprobe, dann fallem einem gleich mehrere Bremer Keeper ein, die Deutscher Meister wurden: Oliver Reck wurde zweimal Meister als Stammkeeper, und zumindest beim ersten Mal trug er seinen Spitznamen noch völlig zurecht. Andreas Reinke wurde es ebenfalls doppelt, sogar mit 2 verschiedenen Vereinen.
Es wäre undankbar zu sagen, dass der BVB trotz Weidenfeller Meister wurde, aber manchmal, da hatte Jürgen Klopp Recht, musste man sich den schon schönsaufen.


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