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Mir tut es auch weh (BVB)

Ricola1, Ort, Dienstag, 18.04.2023, 23:05 (vor 1218 Tagen) @ markus

Daher: Beendigung des Sponsorings, Rückkehr zum alten Namen.

Ist schon ein schlechter Deal für SI.


Es ist auch für den BVB ein außerordentlich schlechter Deal, den Stadionnamen zu verkaufen und dafür so wenig Geld zu bekommen, um damit das Gehalt von Marco Reus, den einige gedanklich schon zum Mond geschossen haben, bezahlen zu können.

Im Ernst: Wenn das ein wesentlicher Teil des Umsatzes wäre (sagen wir mal 30%), könnte man damit argumentieren, nicht mehr auf die Einnahmen verzichten zu können. Aber wir reden um mickrige rund 2% des gesamten Umsatzes und um einen absoluten Betrag, der gerade für das Gehalt eines einzigen halbwegs guten Stammspielers reicht. Und dafür ist dann der Stadionname weiterhin weg. Das finde ich unfassbar.

Na ja. Der Umsatz des BVB war ja nicht immer so hoch. Den Deal damals kann man ja eigentlich nur auf Basis der damaligen Verhältnisse bewerten. 2005 als Einstiegsjahr enthält die ganze Geschichte ja wie in einer Nussschale. Aus damaliger Sicht viel Geld. Nur dass es sich jetzt für den BVB lohnen würde, den Vertrag zu zerreißen und einen anderen Partner zu finden. Aber das ist ja nicht schuld von Signal Iduna.

Ich fand das damals - bis heute - neben dem formalen WS-Aus noch aus einem anderen Grund absurd. Sah aus wie die billige Kopie der Allianz-Nummer bei Bayern. Stadion-Namen über viele Jahre an den Versicherer, Versicherer ist Anteilseigner. Nur alles 1,2 Nummern kleiner, wirtschaftlich. Heute ist mir dieser Aspekt .... gleich. Bayern bekommt zumindest für den Stadion-Namen auch keine Unsummen. Aus dem Bauch raus - habe mal gelesen, der Vertrag soll bis in die 40er Jahre laufen und auch nur eine einstellige Millionen-Summe im Jahr bringen. Da wird z. B. Real Madrid jetzt eine ganz andere Kategorie erreichen nach dem Ausbau des Bernabeu.

Dass der SI-Ceo sich so in der Öffentlichkeit beschwert, ist allerdings grotesk. Sein Laden gehört mehr von der BVB KGaA als dem BVB e.V. Schon erstaunlich, dass man sich da nicht intern so groß machen kann, dass die KGaA subtiler versucht, mit eigenen Bitten an die Fans heranzutreten, sondern den Weg an die Öffentlichkeit gehen muss. Aber bitte. Zeigt ja, dass der e.V. nicht nur formal wg. der Satzung die Oberhand behalten hat (was meiner Erinnerung nach viele, ich auf jeden Fall, anzweifelten), sondern Herr im eigenen Haus ist.


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