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McFit-Gründer mit seiner Familie vor Costa Rica vermisst (Fußball und Sport allgemein)

FourrierTrans, Freistaat Sauerland, Sonntag, 23.10.2022, 21:56 (vor 1191 Tagen) @ markus

Deswegen gilt das gleiche wie für Mateschitz für mich.
Tut mir leid für die Angehörigen und die weiteren Opfer, aber bei Leuten die für das Marketing ihrer Firma wörtlich über Leichen gehen - da gibt es viele Menschen bei denen ich mehr Mitgefühl habe.


Die Love Parade endete in einer furchtbaren Katastrophe. Aber nicht, weil man auf Seite der Veranstalter bewusst hohe Risiken eingegangen ist. Statt dessen ist man völlig naiv an die Sache heran gegangen und hat die Risiken einfach nicht gesehen.


Oh, ja? Also ich erinnere mich an Bekannte, die in direktem Umfeld des Geländes leben und schon monatelang vor der LP gesagt haben "Das ist doch Wahnsinn!". Jeder Vorstand einer sauerländischen Schützenbruderschaft, mit der Expertise der Ausrichtung eines alljährlichen Schützenfestes, wären die Risiken ins Auge gesprungen.


Das würde doch jeder sagen, wenn in unmittelbarer Umgebung des eigenen Wohnorts viele Menschen zusammenkommen sollen. Schon allein weil man es nicht gewohnt ist und aus Sorge, dass die Leute einen in den Garten pissen.

Ich war selbst auf der Veranstaltung und fühlte mich zu keinem Zeitpunkt unsicher. Im Gegenteil, es war weiter hinten auf dem Gelände alles andere als überfüllt. Auch der Weg zum Gelände lief gegen Mittag locker ab. Der Tunnel war Mittags sogar recht leer.

Das Problem entstand gegen 17 Uhr als aus unerklärlichen Gründen die Polizei eine Kette auf der Rampe gebildet hat. Es standen sich immer mehr Menschen gegenüber, die auf das Gelände drauf und gleichzeitig verlassen wollten. Dann kam es auch zum Fehlverhalten von Besuchern. Die sahen die schmale Treppe an der Wand und drückten von hinten Richtung Treppe. Dass vorne die Leute zerquetscht werden, das war den Drückenden nicht bewusst.

Dann wurde der Musikpegel heruntergedreht und die Leute auf den Wagen wirkten lustlos. Es hat erst nach und nach die Runde gemacht, dass eine Massenpanik stattgefunden hat. Ich konnte das gar nicht glauben, weil es weiter hinten auf dem Gelände überhaupt nicht voll war. Man konnte dann zum Glück hinten auf dem Gelände den Notausgang nehmen. Wenn man hätte an der Unglücksstelle vorbeilaufen müssen, wäre das glaube ich nicht so gesund gewesen. So war man zwar dabei, aber doch noch soweit davon entfernt, dass man damit halbwegs klargekommen ist. Trotzdem hat mich das eine sehr lange Zeit beschäftigt.

Das stimmt sicherlich, glaube auch, dass du das so erlebt hast und größtenteils keine Probleme dort hattest. Ich habe tatsächlich mehrere Freunde, die als Polizeibeamte oder Rettungsdienste vor Ort waren, den ganzen Tag. Stunden vor dem Unglück waren die schon teils heillos überfordert an einigen neuralgischen Orten. Das findet man auch alles nachträglich im dokumentieren Funk.


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