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Besetzung des Trainerpostens (BVB)

bobschulz, MS, Mittwoch, 19.10.2022, 08:50 (vor 1409 Tagen) @ Fonzie
bearbeitet von bobschulz, Mittwoch, 19.10.2022, 08:55

Favres Fußball dagegen ist mir zu passiv und abwartend gewesen. Den Gegner tief empfangen, im Torabschlüsse aus relativ ungefährlichen Situationen zu gestattet und ansonsten auf die Lücke im gegnerischen Verbund warten. Das passt auch einfach nicht, wenn man unser Stadion und die Wucht, die es entwickeln kann, nutzen will und eigentlich Nummer 2 der Liga sein muss.


Ich fand den Fußball unter Favre nie so langweilig, wie viele andere hier. Aber ich verkläre ihn sicherlich auch nicht, wir hatten damals auch einige Probleme.

Mir ging es eher darum, dass man den Ansatz eher langfristig in eine für uns tragfähige Richtung entwickeln kann, als das, was Bosz, Stöger oder Rose gezeigt haben und Terzic aktuell verfolgt. Einfach aus dem Grund, dass Favres Konzept grundsätzlich auch auf einen Plan für eigenen Ballbesitz basierte, der nicht zwingend viel Platz und schnelles Umschalten benötigt.

Terzic hat das Problem, dass er mMn richtigerweise erst mal defensive Stabilität erreichen wollte. Dies hat auch die ersten 4-5 Spiele geklappt, aber spätestens dann ist mit fehlendem Offensivplan auch die defensive Stabilität verloren gegangen. Man kann nicht nur einen Teil gesondert einüben. Außerdem fehlt das leider bisher einzig belebende Offensivmoment mit Jamie Bynoe-Gittens, und so wenig überragend wie er war, so wichtig war es doch jmd zu haben, der mal ein 1vs 1 gewinnt, was weder Adeyemi noch Malen hinbekommen und Reyna? Nun ja, wer mit dem plant, plant auch mit Lottogewinnen. Ein nice to have, aber leider so oft verletzt, dass man auf ihn nicht bauen kann. Und Mo Dahouds etwas ordnende Hand hatte zumindest etwas J Bellinghams Wildheit abgefedert.
Insgesamt fehlen mir Momente wie Doppelpass, Dribblings (in vorderer Reihe, nicht am eigenen 16er) und die Bereitschaft für Läufe die wahrscheinlich umsonst sind, aber dem Ballführenden Möglichkeiten eröffnen, die ich derzeit nicht sehe. (Auch so erklären sich mMN die vielen KM, die Union mehr lief) Und die, wie manche zurecht schrieben, dazu führen, dass etwa ein Adeyemi wenige Anspiel-Möglichkeiten hatte in der Situation vorm 0-2. Dass er davon die falscheste wählte kam dann hinzu.


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