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Besetzung des Trainerpostens (BVB)

Fonzie, Münster, Mittwoch, 19.10.2022, 08:14 (vor 1408 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de

Ich kann die große Zustimmung auf den Artikel hier im Thread ehrlich gesagt nur in manchen Bereichen teilen. Der Kader ist sicherlich nach wie vor nicht ideal zusammengestellt, auch wenn ich bei fast allen Transfers der letzten Jahre nachvollziehen kann, was jeweils dazu geführt hat.

Dass prophylaktisch noch mal gegen eine mögliche Rückkehr von Tuchel argumentiert werden muss, hinterlässt bei mir eher Kopfschütteln. Er ist weg, dazu gab es unterschiedliche Meinungen. Ich denke aber, dass jedem klar ist, dass er auf Wunsch aller Seiten nicht wieder beim BVB arbeiten wird.

Ich bin auch grundsätzlich der Meinung, dass eine gute Entwicklung des Vereins Zeit und Kontinuität braucht. Was ich inhaltlich nicht verstehen kann, ist der Appell, dass man dem Weg, der mit Rose und nun Terzic eingeschlagen wurde, unbedingt Zeit geben sollte. Meiner Meinung nach, ist diese Sehnsucht, nach pressingbetontem Powerfußball mit einem sympathischen Kumpeltyp an der Linie wie 2019-2012 ein ebenso großes Problem wie die teilweise zu teuren Fußballer im Kader. Diese ganze „Kloppstalgie“ versperrt in meinen Augen einigen die sachliche Sicht darauf, dass diese Art Fußball für unseren Alltag in der Bundesliga nicht mehr funktionieren wird und kann.

Hier im Forum ist das letztlich sicher zu verschmerzen, aber was dem Verein meiner Meinung nach extrem schadet, ist das Hin- und Her in dieser Sache bei der Besetzung der Trainerposition. Mit Tuchel und Favre wurde meiner Einschätzung nach jeweils der richtige sportliche Ansatz gewählt, den man konsequent hätte weiterverfolgen müssen. Tuchel war natürlich am Ende aus den oft diskutierten Gründen nicht mehr tragbar, aber man hätte einen Nachfolger suchen müssen, der den Ansatz weiterentwickelt. Favre war dann wieder jemand in dieser Richtung, aber eben auch nur ein Strohfeuer.

Dieser Zick-Zack-Kurs bei der Besetzung des Trainerpostens ist für mich der Punkt, der mehr Schaden anrichtet, als Spieler wie Schulz, Dahoud oder Modeste im Kader. Und solange diesbezüglich bei Watzke, Kehl und CC kein Umdenken einsetzt, werden wir den aktuellen Zustand auch noch eine Weile behalten. Wir brauchen einen ballbesitzorientierten Ansatz in unserem Spiel um den Alltag in der Bundesliga souverän zu bestreiten. Rose war nicht in der Lage, das zu verstehen und bei Terzic fehlt mir bei Betrachtung seiner beiden bisherigen Amtszeiten leider auch der Glaube daran, dass es funktionieren wird.


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