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Der bayrische Versuch die Deutungshoheit zu gewinnen (Spieltage)

Kruemelmonster09, Sonntag, 09.10.2022, 01:33 (vor 1191 Tagen) @ Nietzsche

Wir haben in einigen Szenen Glück gehabt, die aber auch. Das war ganz einfach gleich verteilt heute.
Dass die sich schwer benachteiligt fühlen, ist doch klar. So viel Gleichheit kennen die ja sonst nicht.

Bei der Schiribewertung im Sportstudio wurde dann aber immerhin zugegeben, dass die Bayern in den letzten Jahren (Mehrzahl!) bevorzugt wurden. Hörte man damals ja auch so nicht.

Ausnahmsweise sind wir uns mal einig. :)

Vielleicht lag das Glück heute etwas mehr auf unserer Seite. Letztendlich war es aber doch in Puncto Fehlentscheidungen ein recht normales Fußballspiel. Hier und da eine Linie nicht ganz durchgezogen. Hier und da ein Auge zugedrückt, hier und da eine 60:40-Situation in eine 50:50-Situation gedeutet.

Das was hier passiert, ist einfach dass die Bayern die Deutungshoheit nicht abgeben wollen. Sie haben nicht gut gespielt, hatten bei den Abschlüssen auch einfach das nötige Qüäntchen Glück (beim 1-0 geht er genau durch Özcans Beine, auf der anderen Seite hingegen rettet Neuer zwei mal gegen Guerreiro und Wolf, beim 2-0 landet der Ball durch einen Abpraller bei Sane). Anschließend erspielen sie sich eine deutliche Überlegenheit, ohne sie in Tore umwandeln zu können und verteidigen in der Schlussviertelstunde viel zu offensiv auf "Entscheidung durch Kontertor".

Legt man jetzt medial den Fokus auf den Schiedsrichter, ist man selber erstmal aus der Schusslinie. Nagelsmann fing ja, scheinbar, schon sehr zeitig damit an. Wieso der ablenken möchte ist klar. Die Bayern-Offiziellen können aktuell auch nur nach dem Prinzip Hoffnung agieren... Zumindest bis sie positive Signale von Tuchel erhalten. Da kommt so ein Ablenkungsmanöver auch sehr angenehm daher.
Dass die Medien das aufgreifen liegt sicher an zwei Dingen. Zum Einen vereinfacht dies massiv die Arbeit. Statt in komplizierte und tiefgründige Analysen über Taktik, Spieldynamiken, etc zu gehen (die vielleicht auch gar nicht so viele Zuschauer interessieren) kann man die Analyse auf das herunterbrechen was immer geht - Emotionen. Emotionen durch (vermeintliche) Fehlentscheidungen.
Zum Anderen ist das "Fußball-Expertentum" in der deutschen Medienlandschaft nunmal sehr rot geprägt.

Hier nach diesem Spiel zu der Erkenntnis zu kommen, dass die Bayern sich zwar aufregen dürften, die Kirche aber doch im Dorf lassen sollten da wir in den letzten Jahren benachteiligt wurden, zeigt doch nur dass man das Ausmaß dieser Aussage gar nicht begreift.
Wir wurden in den letzten Jahren mehrfach, teilweise massiv und teilweise in absolut unbegreiflichen Situationen benachteiligt.
Das kann man doch kein bisschen mit, "ja gut... Wenn man es so nimmt gab es auf beiden Seiten Fehlentscheidungen... Auf der einen Seite vielleicht eine mehr wie auf der anderen", vergleichen.

Zumal dort ja fast schon die Relativierung des, "jetzt ists ja schon ausgeglichen" mitschwingt.


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