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Generell eine mMn faire Lösung (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Dienstag, 17.05.2022, 15:51 (vor 1346 Tagen) @ AGraute

Die Trainer werden doch gar nicht entlassen. Sie dürfen halt nur nicht mehr ihren Job ausüben und bekommen bis Vertragsende von dem Verein ihr Gehalt für das Nichtstun. Oft sogar auch noch Prämien.


Genau das wäre bei verschobene wirtschaftlichen Verhältnissen nicht mehr möglich. Hertha hätte sonst nun zwei zusätzliche Topverdiener in ihren Reihen.

Und das mit der Transferphase verstehe ich nicht. Es steht doch jedem Verein frei, einen Trainer von einem anderen Verein abzuwerben - wenn man sich mit dem Verein auf eine Auflösung des aktuellen Arbeitsvertrags einigt.


Ist auch alles eine sehr theoretische Überlegung meinerseits. Ich wundere mich nur über die Anzahl der aktuellen Trainerbeurlaubungen.

Ich finde es durchaus nachzuvollziehen und am Ende auch für alle Beteiligten eine passendeLösung.

Ein solcher Entschluss wird ja nicht in einer Saisonanalysesitzung ein oder zwei Tage nach Beendigung der Spielzeit getroffen, sondern er reift im Laufe der gerade abgelaufenen Saison.

Am Ende ist es so, dass die sportliche Leitung und die Clubführung sich zu 100% sicher sein müssen, dass der bisherige Trainer der richtige für die Mannschaft und die angestrebten Ziele der neuen Saison ist. Hat man hier Zweifel, dann ist der erste Keil für eine Trennung von diesem Trainer im Laufe der kommenden Saison getrieben. Großen Rückhalt in einer Schwächephase wird er dann nicht mehr haben und es erfolgt bald darauf die übliche Demission.

Und das bringt für Mannschaft und Club viel größere Probleme. Die gesamte Vorbereitungsphase war vom gerade beurlaubten Trainer geprägt, d.h. System/Formation, Spielweise, taktische Ausrichtung und anderes mehr. Es muss ein anderer Trainer gefunden werden, der die Saisonziele einigermaßen retten kann oder einen Absturz auffangen und den Abstieg verhindern kann. Unter Umständen muss es ein Interimstrainer bis zum Saisonende sein. Das bringt größere Schwierigkeiten mit sich, als wenn man von vorneherein auf einen anderen Trainer setzt.

Natürlich kann es mit diesem neuen Trainer auch schiefgehen. Aber die Frage ist, bei welcher Entscheidung die Chancen größer und die Risiken kleiner sind.

Es ist auch kein Widerspruch, dass man in der Vorsaison in einer schwierigen Situation an dem nun demissionierten Trainer festgehalten hat. Dafür gibt es im Einzelfall sehr gute Gründe. Die aber nicht unbedingt die Zweifel an einer Fortsetzung der Zusammenarbeit konterkarieren.

Die Chancen für den beurlaubten Trainer, eine neue Tätigkeit zu finden, sind Mitte Mai dazu anders zu bewerten als im Laufe der kommenden Saison. Dass es Zweifel daran gibt, dass dieser Trainer für eine bestimmte Mannschaft auch in der bevorstehenden Saison der passende Trainer sein kann, besagt ja nicht, dass die Clubführung ihn als generell nicht geeignet ansieht. In einem anderen Club mit einer Führung und einer anderen Mannschaft, wo man in der Zusammenarbeit bei Null beginnt, sieht da schon anders aus.

Für mich persönlich ist eine solche Trennung direkt nach Saisonende auch die insgesamt fairste Lösung.


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