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Zorc spricht über "Gefahr" für den BVB und Haaland (BVB)

Sascha, Dortmund, Freitag, 22.04.2022, 06:28 (vor 1611 Tagen) @ CHS

Zorc bemängelte die in seinen Teilen überzogene Erwartungshaltung: "Für den zweiten Platz klopft dir keiner mehr auf dem Westenhellweg in Dortmund auf die Schulter", meinte er: "Diese Stimmung ist eine Gefahr für den Klub und seine 800 Mitarbeiter. Wir müssen davon wegkommen, dass man als gescheitert gilt, wenn man nicht Meister wird."

Letzteres werde der "Normalfall" sein, so Zorc weiter: "Und wir müssen dennoch die Möglichkeit haben, Zufriedenheit zu erreichen."

Ist halt die Frage, wo hier die überzogene Erwartungshaltung ist. Der Verein hat über viele Jahre hinweg das Image des Underdogs gegenüber den Bayern gepflegt und verkündet, das man "da sein wolle", wenn die Bayern schwächeln. Jetzt ist die letzte Meisterschaft zehn Jahre her, man hat in der Zeit keine Meisterschaft geholt, ein Mal eine ziemlich gute Ausgangsbasis verspielt, macht immer weniger den Eindruck, als dass er dieses Ziel erreichen könnte - und der Verein hat es verpasst, eine andere Zielsetzung zu etablieren.

Und dann wunder man sich echt, wenn das Unzufriedenheit generiert? Das ist halt so, als würde ein Restaurant permanent Hummer auf die Speisekarte setzen und dafür dann immer Garnelen bringen. Ist auch lecker - aber irgendwann eintönig und man wird immer unzufriedener, wo denn der Hummer bleibt.

Es kann doch am Rheinlanddamm niemand ernsthaft erwarten, dass dieser "Schwebezustand" Platz zwei bis 4 dauerhaft für Begeisterung, statt für Gewöhnung sorgt und diese Entwicklung ist doch schon lange absehbar gewesen.


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