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Ich bin ein wenig erstaunt (Spieltage)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Montag, 21.03.2022, 20:55 (vor 1382 Tagen) @ Sascha

ob der Tatsache, dass hier viele erstaunt sind, dass es im Aufbauspiel hapert, die Mannschaft nicht auf Teufel komm raus auf Sieg spielt, uns der Gegner mit aggressiver Spielweise richtig weh tut und es auch sonst an vielen Stellen hakt.

Was habt ihr eigentlich bislang in der Saison so gemacht? Die zweite Halbzeit bei einem schweren Gegner auswärts gehörten sicherlich noch zu den besseren Halbzeiten in dieser Saison. Das sind alles Probleme, die uns die ganze Saison über begleiten und die mal mehr, mal weniger offensichtlich zu Tage treten. Gegen eine Mannschaft mit der Qualität von Bielefeld reicht es dann, gegen ein Mainz, das noch coronabedingt ziemlich in den Seilen hing, eben auch noch. Ansonsten ist das völlig offen, wie unsere Spiele ausgehen, Mal hauen wir Gladbach weg, weil die noch konfuser als wir unterwegs sind, mal verhaut uns Leverkusen.

Das war gestern der BVB, wie er in dieser Saison in der Mehrzahl der Spiele aufgetreten ist.

Ich gehe davon aus, dass es hier kaum jemanden gibt, dem die aktuellen und bereits seit längerem bestehenden Probleme des Teams verborgen geblieben sind.

In den bisherigen Spielen der Rückrunde haben wir manchmal überzeugt, des Öfteren wenig Konstruktives gezeigt und häufiger irgendetwas gespielt, was dann doch zum Sieg oder Punktgewinn reichte. Die Defizite sind klar ersichtlich. Dennoch reichte dies, um in der Rückrunde in Frankfurt und in Hoffenheim Spiele zu drehen oder etwas glücklich zu gewinnen. Wir haben also nicht nur gegen schwache oder geschwächte Teams Siege geholt, sondern auch gegen Teams auf CL-Kurs. Das Spielglück war uns dabei sicherlich hold, aber wir haben die Gegner auch kalt erwischen können.

Ja, gestern haben wir wie so oft in dieser Saison keinen überzeugenden BVB gesehen. Was auch am Gegner lag. Am Ende ist es ein Remis geworden, so wie gegen Bochum oder Augsburg auch. Dennoch hatten wir durchaus die Möglichkeit, das Spiel zu gewinnen. Und zwar durch Konter. Die es auch gab, nur wurden mMn zuwenig Konter gespielt und die es gab wurden entweder nicht genutzt oder nicht richtig ausgespielt. Oder eine ‚Monstergrätsche‘ kam dazwischen.

Es hätte sehr gut zum Verlauf dieser Saison gepasst, wenn wir mit einem Konter das Spiel kurz vor Spielende doch noch gewonnen hätten. Viel mehr ist halt in der Tat oftmals nicht möglich. Unbefriedigend, klar. Auch nicht der selbst postulierte Anspruch. Baustellen gibt es mehr als genug. Was zu berechtigter Kritik Anlass gibt. Dass es bei anderen Teams ähnlich ist, darf keine Ausrede sein. Aber es ist nun einmal so, dass auch die Bayern so ihre Probleme und entsprechend ihre Niederlagen haben. Was uns überhaupt erst ermöglicht, relativ nahe an den Bayern zu bleiben.

In einer solchen Saison kann man auch als nicht sehr überzeugend spielendes Team mit vielen Baustellen Meister werden. In anderen Spielzeiten ist man personell ausgeglichener und besser besetzt und man tritt überzeugender auf, holt genausoviel oder sogar mehr Punkte - und wird dennoch mit Abstand Zweite.r, weil Bayern eben noch überzeugender spielt.

Theoretisch ist noch alles möglich und bis es das nicht mehr ist, sollte die Mannschaft auch versuchen, alle sich bietenden Chancen zu nutzen. Wobei der Trainer dies vorleben muss. Viel wichtiger ist es mEn allerdings, dass die Clubführung in den nächsten Transferperioden bei Neuverpflichtungen zielgenauer agiert und es dem Trainer gelingt, ein agierendes Team zu formen und nicht nur eines, das reaktiven Fußball spielt.


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