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6er-Position, warum nicht mal Mats dort hinstellen.. (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Donnerstag, 10.03.2022, 15:06 (vor 1654 Tagen) @ YUMADBRO

Das ist eine interessante Idee find ich - analog zu Bayern und Martinez (was wir leidlich erfahren mussten).

Hier die Gründe:
Mats ist kopfballstark, kann Spielaufbau, ist zweikampfstark und sein Positionsspiel ist großartig. Eventuelle Geschwindigkeitsdefizite werden durch dahinter befindliche Verteidiger ausgeglichen. Da er mittlerweile ja auch einiges an Gewicht verloren zu haben scheint ist das nicht mehr so ein Ausschlusskriterium wie noch früher von ihm selbst.

Ich denke, eventuell steht uns die Zeit des "besten Mats" ja noch bevor.. :-)

Fände ich spannend..

Blarry hat schon auf die eigenen Aussagen von Hummels zu diesem Thema hingewiesen.

Bei der U21-EM 2009, bei der in der Innenverteidigung J. Boateng und Höwedes gesetzt waren, setzte Horst Hrubesch im Endspiel Hummels auf der Sechserposition ein. In diesem Spiel bot Hummels (wie im Prinzip sämtliche seiner Mitspieler) auf seiner ihm zugewiesenen Position eine ausgezeichnete Leistung. Darauf angesprochen, ob er auf dieser Position seine Zukunft sähe, wie Hummels auf seine Prädestinierung für die Innenverteidigerposition aufgrund seiner Physis hin.

Vor einigen Jahren, als er in der A-Nationalmannschaft bereits mehr oder weniger etabliert war, hat Löw ihn während eines Länderspiels auf die Sechserposition beordert, weil es im Verlauf des Spiels entsprechende verletzungsbedingte Ausfälle gab und keine Wechseloptionen mehr bestand. Diese Aufgabe hat Hummels dann auch ordentlich gelöst. Nach dem Spiel wurde er (erneut) mit dem Verweis auf jenes U21-EM-Finale mehrfach darauf angesprochen, ob er diese Position nicht dauerhaft übernehmen wolle. Auch hier wies Hummels mit dem Hinweis auf seine Physis solche Gedankengänge zurück. Er ergänzte, dass er eben wegen seiner Physis gänzlich anders hätte trainieren müssen, um statt auf der IV- auf der Sechserposition spielen zu können.

Man muss Hummels konstatieren, dass er sich und seine körperlichen und spielerischen Voraussetzungen schon sehr gut einschätzen konnte. Der schnellste war er nie und das ist mit steigendem Alter nicht besser geworden. Auf der Sechserposition muss man einen Raum bespielen, der andere Voraussetzungen (auch physischer Art) an einen Spieler stellt, als es auf der Innenverteidigerposition der Fall ist. Gerade in der Rückwärtsbewegung wäre ein Hummels für die Besetzung des Sechserraumes schlicht zu langsam. Und die eventuell bestehende Hoffnung, als Mittdreißiger würde er schneller und beweglicher, dürfte sehr trügerisch sein.

Die Überlegungen bei Hummels und anderen scheinen eher dahin zu gehen, wann und wie er seine Karriere ausklingen lässt und was er danach machen möchte. Und das ist mMn auch gut so.


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