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Der externe Flüsterer verdient 500.000 Tacken (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 18.02.2022, 21:15 (vor 1414 Tagen) @ Gargamel09
bearbeitet von Will Kane, Freitag, 18.02.2022, 21:27


Transfers ab einer bestimmten Größenordnung waren bei Bayern immer schon Chefsache. Aber auch die Zuständigkeit für ‚kleinere‘ Transfers hat man Matthias Sammer relativ schnell bei Bayern entzogen, weil kein einziger der Spieler, deren Verpflichtung er zu verantworten hatte, eingeschlagen hätte; das Gegenteil war vielmehr der Fall. Bayern holte dann Reschke aus Leverkusen als Kaderplaner. Der stimmte sich dann direkt mit Rummenigge ab. Sammer war hier vollkommen außen vor.

An Spielern wir Kirchhoff oder Rode war auch der BVB sehr stark interessiert. Teilweise galten die Vertragsunterzeichnungen nur noch als Formsache. Doch Bayern respektive Sammer grätschte noch dazwischen. Vielleicht war es ja ganz gut so, dass diese Spieler nicht bei uns, sondern in München gelandet sind.


Sind einige davon ja dann leider doch (wieder zurück)gekommen. Eigentlich sollte das Motto lauten, empfiehlt Sammer einen Spieler, bloß nicht holen, ob sich Kehl am Ende durchsetzen kann, man kann es ihm nur wünschen, dass er sich nicht allzu viel reinreden und Akis Wünsche nach Spielern versanden lässt.

Zugegebenermaßen war ich von Beginn an skeptisch hinsichtlich der Tätigkeit Sammers als externer Berater der Geschäftsführung in strategischen Frage.

Diese Skepsis bezog sich in erster Linie auf den Umstand als solchen, einen entsprechenden Berater zu installieren und war unabhängig von der Personalie Sammer. Für die nicht unwichtige Atmosphäre zwischen Trainer und sportlicher Leitung ist dies nicht unbedingt förderlich. Für einen Trainer kann es eigentlich nur den Sportdirektor/ Manager o.ä. geben, der für ihn Vorgesetzter, Ansprechpertner und Entscheider ist. Und dann noch dessen Vorgesetzten. Eine für ihn nicht zu fassende ‚Nebeninstanz‘, die zwar als ‚strategisch beratend‘ firmiert, aber in der Realität ganz offensichtlich sehr wohl operativ tätig ist und in die Bewertung der Trainerarbeit jede Woche involviert ist, dürfte schon unter normalen Umständen eine gedeihliche Zusammenarbeit eher erschweren. In Krisenzeiten ist dies völlig kontraproduktiv.

Mittlerweile sollte man durchaus einmal hinterfragen, inwieweit Sammer in Transferentscheidungen involviert ist. Kein einziger anderer Club im deutschen Profifußball leistet sich einen solchen Berater. Weniger Fehler als wir machen diese Clubs sicherlich nicht. Allerdings auch nicht unbedingt mehr.

Die Personalie Terzić ist ähnlich gelagert. Immerhin handelt es sich bei ihm nicht um einen externen Berater, sondern um einen Angestellten des Clubs. Das macht ihn fassbarer für einen Trainer. Aber jeder Trainer weiß auch, dass bei der Demission Favres stante pede dessen (vom Club bestimmter) Co-Trainer seine Position übernommen hat. Der Nachfolger im Falle einer Trennung sitzt also bereits im Hause. Auch eine Situation, die gerade in Krisenzeiten nicht unbedingt zur Beruhigung der Situation beitragen dürfte.

Wenn man nicht genug Probleme hat, schafft man sich selbst welche.


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