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Haaland verstört mit Ego-Ehrenrunde (BVB)

Balin, Donnerstag, 16.12.2021, 17:16 (vor 1766 Tagen) @ Melange

Was waren das noch für Zeiten als es für jeden Kicker einen eigenen Song gab. Von "Chappi, Chapi, Chapuisat" über "Berti Vogts (2x), siehst Du nicht, Sammer ist der beste (2x) Libero (2x)" zu "Allez Dede" (was auf franzöisch gar nicht richtig ist). Da braucht es keinen Stadionsprecher, der sowas eventmäßig aufzieht. Und ich bin überzeugt, dass es die Spieler zusätzlich motiviert hat und ein Dede auch deswegen den Verein ins Herz geschlossen hat. Und ein "Schuuuulz" hat genauso seinen Support bekommen wie der Star, der uns zur Meisterschaft geballert hat.

Heute sieht der organisierte Support die Spieler von heute als die Verräter von morgen und deswegen singt man nur noch Blut und Boden-Dauergesänge.

Und so kommt für mich zusammen, was zusammen gehört: Eventfans und Support interessieren sich nicht für das Geschehen auf dem Platz, den Support des Teams, das Fordern von roten Karten oder das Abfeiern geiler Spielzüge (also alles was Einfluss auf die Leistung nehmen könnte) sondern nur noch fürs Event, das entweder der Superstar oder man selber auf der Tribüne ist. Passt doch gut zusammen. Wer geht schon wegen Fussball ins Stadion?

Vorab: Sollte die Nazi-Analogie von dir gewollt gewesen sein, dann sieh es als allerletzte Ermahnung an, war sie ungewollt, dann solltest du zukünftig etwas vorsichtiger mit solchen Begriffen sein.


Zum Inhalt: Ich gebe dir grundsätzlich Recht, dass das Abfeiern fast aller Spieler früher echt seinen Reiz hatte. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass die Haaland-Feierer eine nicht unerhebliche Schnittmenge mit den Schmelzer-Auspfeifern von vor ein paar Jahren haben. Und in der Richtung hat der organisierte Support deutlich mehr Sensibilität.


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