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[Ehemalige] Mkhitaryan: "Ich werde irgendwann wieder nach Dortmund kommen,..." (BVB)

Karsten, Zürich, Montag, 15.11.2021, 18:06 (vor 1804 Tagen) @ Will Kane

Fran Beckenbauer hat mal erzählt, wie er vor dem Elfmeterschießen im Halbfinale der WM 90 gegen England den Blickkontakt mit den verschiedenen Spielern gesucht hat. Wer den Blick abgewendet hat, kam von vorneherein nicht infrage. Auch wenn es sich um ansonsten erfahrene Elfmeterschützen in ihren Clubs handelte. Als fünfter Elfmeterschütze war übrigens Thomas Berthold vorgesehen, über dessen Erfahrung als Elfmeterschütze gar nichts bekannt war, dessen Torschussqualitäten aber als äußerst mäßig galten. Aber er hatte die gleiche Entschlossenheit und Überzeugung wie Brehme, Matthäus, Riedle und Thon.

Wo du gerade die WM 1990 erwähnst: Wenn man sich Elfmeterschiessen von "früher" anschaut, fällt mir immer wieder auf, mit welchem Selbstverständnis insbesondere deutsche Nationalspieler einfach hingehen und den Ball reinhauen.

Das gilt sowohl für 1990 als auch für 1996 und auch noch für 2006. Da gibt es kein Tänzeln, kein Verzögern, kein Ausgucken des Torwarts. Einfach hingehen und rein damit.

Ich frage mich öfters, warum das nicht mehr so ist. Sind Torhüter athletischer geworden, so dass platzierte Schüsse eine geringere Erfolgsquote haben als früher? Der Elfmeter im Endspiel 1990 war aus damaliger Sicht unhaltbar. Nicht hart, aber millimetergenau platziert. Würde den heute ein Torwart halten?

Was sind die Gründe dafür, dass Elfmeter heute in vielen Fällen so anders aussehen als noch vor 15, 25 oder 30 Jahren?


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