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Wenn neben Rose auch Neuhaus kommen sollte... (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 13.02.2021, 08:10 (vor 1797 Tagen) @ Blarry

Wenn nun mit Florian Neuhaus ein aufstrebendes Talent verpflichtet werden könnte, das bereits jetzt ein Leistungsträger bei seinem aktuellen Club ist und mMn das Zeug zum Ausnahmespieler hat, dann sollten wir daher unseren Fokus hinsichtlich Neuverpflichtungen auf diese Personalie legen. Er wäre in meinen Augen kein „Upgrade“, sondern ein ‚Must’. Überspitzt ausgedrückt: Was nutzt der tollste Sturm und die stärkste Verteidigung, wenn der Spielaufbau nicht richtig funktioniert? Teuer würde Neuhaus sowieso, ob mit oder ohne AK.


Ich habe ja ein wenig Mo-Dahoud-Vietnam-Flashbacks bei der Personalie Florian Neuhaus. Die Fallhöhe für so Spielmachertypen im zentralen Mittelfeld ist schon nicht ohne beim Vereinswechsel "nach oben hin". Wo die beiden in Gladbach noch hektarweise Räume und Umschaltgelegenheiten noch und nöcher hatten, ist unser Fußballalltag ja mehr so Verdun 1916. Einfach eine andere Art Fußball, der weder Dahoud noch Neuhaus vor ihrem Wechsel ausgesetzt sind bzw. waren. Und selbst ohne coronaklamme Kassen lässt sich ein Dahoud für schmales Geld noch eher mitnehmen als Neuhaus, bei dem wir ja irgendwo von einem 60- bis 80-Millionen-Euro-Paket reden müssen. Schwierig, bei dem Risiko.

Mit dem Risiko ist das so eine Sache.

Jede Spielerverpflichtung stellt ein Risiko dar. Und auch vermeintliche ‚Nr.Sicher‘-Transfers können durchaus zum Cannae werden. Wenn ich so manche 25-Mio-€-Verpflichtung der letzten Zeit aufaddiere, komme ich schnell auf die 40 Mio € + X, die Neuhaus kosten würde. Ohne die jeweiligen Gehaltssummen zu berücksichtigen.

Ist der BVB in den letzten Jahren mit Götze, Schürrle, Rode, Schulz oder Meunier eher ein geringes oder ein höheres Risiko gegangen? Wenn man sich die Bilanz dieser Transfers (Meunier kann sich noch beweisen, bei Schulz bin ich da pessimistischer) anschaut, dann sehe ich das Risiko einer Verpflichtung von Neuhaus als bestimmt nicht höher an.


Was unser zentrales Mittelfeld im Allgemeinen angeht, würde ich die Doppelsechs mittlerweile lieber um Witsel, Delaney und Can herum bauen, generell mehr Wert auf Physis und Zweikampfhärte Wert legen. Den Raum nicht stabil besetzt zu haben bricht uns immer wieder das Genick. Eine richtige Doppelsechs befreit die Außenverteidiger für das Spiel nach vorne, und lässt vor allem Delaney oder Can ins hohe Gegenpressing gehen und trotzdem noch abgesichert sein. Bisschen mehr opportunistische Elemente ins Spiel bringen, bei gleichzeitiger defensiver Absicherung gegen Konter.

Defensive Stabilität ist sicherlich etwas, was ich mir ebenfalls wünsche. Aber nicht auf Kosten eines ohnehin defizitären Spielaufbaus. Und wenn ich mir anschaue, wie Rose in Gladbach spielen lässt, dann sprechen 3 zentrale Mittelfeldspieler schon eine deutliche Sprache. Zakaria und Kramer sind dabei keine Spieler, die einem Zweikampf aus dem Weg gehen würden. Und das ist auch Neuhaus nicht. Aber er ist derjenige, der den Spielaufbau durch das Zentrum nach vorne trägt (wobei Zakaria hier mehr als eine gute Unterstützung ist) Wer macht dies bei uns? Und in welcher Qualität?

Wir müssen mMn zusehen, uns auf dieser Position entscheidend zu verbessern. Das wird mehr kosten, aber diese Mehrkosten sind mMn relativ.


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