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Wenn neben Rose auch Neuhaus kommen sollte... (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Freitag, 12.02.2021, 01:17 (vor 1799 Tagen) @ Sascha
bearbeitet von Will Kane, Freitag, 12.02.2021, 01:25

Dass ein Achter fehlt, darüber sind wir uns meiner Erinnerung nach ja auch schon länger einig :-)

Richtig, darüber sind wir uns in der Tat seit längerem einig :-)

Aber ich bin mir sehr sicher, dass wir kein "aufstrebendes Talent" für 40 Millionen kaufen werden, bzw. können.

Diese Formulierung für sich allein genommen drückt vielleicht nicht den tatsächlichen aktuellen Status von Neuhaus aus. Bei Gladbach ist er definitiv Leistungsträger, er gehört mittlerweile zur A-Nationalmannschaft und er ist infolge seiner Leistungen und seiner Entwicklung auf dem Schirm solcher Clubs wie Bayern, ManCity, Liverpool oder Juve.

Ob er erschwinglich für uns wäre (seine Bereitschaft zu uns zu wechseln vorausgesetzt), hängt mMn davon ab, welche Transfererlöse wir für Spieler erzielen können, die uns im Sommer verlassen werden. Das könnte z.B. für Sancho (so er uns denn verließe) trotz ‚Corona’ schon eine respektable Summe sein.

Und es dürfte mAn davon abhängen, ob Rose tatsächlich unser neuer Trainer werden wird. Einiges deutet darauf hin. Rose hat in Gladbach konsequent auf Neuhaus gesetzt, was sicherlich zu seiner Entwicklung beigetragen hat. Das würde beim BVB nicht anders sein, zumal Neuhaus perfekt in Roses präferiertes Spielsystem passt. Bei uns wäre Neuhaus von Beginn an Startelfspieler; ein Status, den er sich bei den europäischen Topclubs erst erarbeiten müsste.

Ich kann mir überdies gut vorstellen, dass unsere Clubführung aufgrund der Erfahrungeh der letzten Jahre (und damit auch der Fehler), bei der ‚Kaderplanung‘ umdenkt. Und zwar insofern, dass man den zukünftigen Trainer miteinbezieht. Indem man das von ihm präferierte Spielsystem berücksichtigt und den Kader daraufhin anpasst. Was auch konkrete Transferwünsche des Trainers beinhaltet. So wie es bei Klopp war und bei Tuchel, Bosz und Favre eben nicht. Und wie Eberl es in Gladbach auch getan hat, sonst wäre Rose möglicherweise gar nicht zu Gladbach gewechselt.

Nach Klopp hatte die Clubführung bestimmt keine schlechten Trainerentscheidungen getroffen; es war mitunter der falsche Zeitpunkt, des Öfteren war der Kader unpassend oder es passte zwischenmenschlich nicht. Wir waren ja auch nicht unerfolgreich. Die CL- Qualifikation haben wir immer geschafft; unter Tuchel waren wir einmal, unter Favre sogar zweimal Zweiter. Hinzu kommt der Pokalsieg unter Tuchel. Aber nie hatte man den Eindruck, die Clubführung steht wirklich hinter ihrer Trainerentscheidung. Denn das hätte auch bedeutet, bei der Kadergestaltung mehr auf die Trainerwünsche einzugehen und dem jeweiligen Trainer keine Spieler vorzusetzen, die er selbst gar nicht befürwortet hatte und die nicht zu ‚seinem‘ Fußball passten.

Die nächste Trainerverpflichtung muss ‚sitzen’, wenn man mittelfristig etwas mehr sein will als ein CL-Teilnehmer, der die Gruppenphase übersteht und in der Meisterschaft Rang 2 bis 4 belegt. Oder wenn man auch nur attraktiv bleiben will für die Toptalente Europas, denn da steht man auch in Konkurrenz zu anderen Clubs. Und wenn man das will, dann muss man auch voll auf diesen Trainer und damit dessen Vorstellungen von Fußball setzen. Was auch Transferwünsche beinhaltet, die nicht utopisch, aber durchaus ambitioniert sein können.

Und da Rose ein wenig ‚Klopplike‘ in seinem Fußball ist, würde es ja passen... ;-)


Was die Außenverteidiger angeht, wird sehr viel drauf ankommen, wie man hier langfristig plant. Schulz wird in meinen Augen einer der größten Verkaufskandidaten sein und Guerreiro ist einfach kein Spieler für die Viererkette. Eher könnte ich mir das Gedankenspiel aus einem anderen Thread vorstellen, dass man es mit Guerreiro auf der Acht versucht.

Vorstellen kannten sich im Moment so einiges, wenn man von der aktuellen Situation ausgeht. Wenn man aber die Vorstellungen des neuen Trainers berücksichtigt (und ich gehe jetzt einmal von Rose aus), dann kann vieles gänzlich anders aussehen.


Nicht mit dir konform gehe ich mit dir bei der Frage, was der tollste Sturm nutzt, wenn es im Aufbau nicht stimmt. Gerade Haaland hat doch gezeigt, wie wertvoll ein Stürmer ist, der aus wenig viel machen kann - und in den letzten Jahren waren Stürmer beim BVB immer ein absolut prägendes Gesicht. Barrios, Lewandowski, Aubameyang, Alcacer und jetzt Haaland. Das waren in vielen Spielen die Unterschiedsspieler, die für den Erfolg wichtig waren. Insofern muss man für mich zwangsweise für Haaland einen Ersatz auf hohen Niveau holen.

Natürlich nutzt der tollste Sturm immer etwas. Alle von Dir genannten Spieler haben wesentlich zu den Erfolgen bzw. unserer ‚Performance‘ der letzten zehn Jahre beigetragen. Die Frage für mich ist nur, ob es da Unterschiede gab und ob die Erfolge nicht noch eine wenig mehr gewesen wären, wenn unser Spiel in den letzten Jahren kreativer aus dem Mittelfeld heraus gestaltet worden wäre.

Barroso und auch Lewandowski waren bei uns ohne Zweifel exzellente Stürmer. Sie profitierten aber auch sehr stark von unserem Spiel aus dem tiefen Mittelfeld heraus, für das zunächst Sahin und dann Gündogan standen. Sahin ging fort und als er wiederkam, war er zwar immer noch ein überdurchschnittlicher Spieler, aber seine Defizite beeinflussten seine Effektivität immer mehr. Gündogan war nach einer längeren Anlaufphase ein phantastischer tiefer Spielmacher, der uns leider durch seine langwierige Verletzung viel zu lange gefehlt hat. In seiner letzten Saison unter Tuchel konnte er dies noch einmal eindrucksvoll unter Beweis stellen. Auba war mit ihm im Spiel noch besser, weil die Mannschaft besser war. Du brauchst einen Spieler, der das Spiel aus der Tiefe aufbaut, damit die Stürmer noch effektiver eingesetzt werden können. Wie oft war Haaland zuletzt ‚Alleinunterhalter‘? Und um wieviel effektiver könnte selbst er sein, wenn wiir einen Spieler hätten., der das Spiel entsprechend seiner Stärken aufbauen könnte?

Was einen Ersatz für Haaland anbelangt, so würde ich abwarten wie der neue Trainer spielen lassen will. Wird es Rose, dann läuft es wahrscheinlich nicht unbedingt auf einen zentralen Stürmer heraus. Schaut man sich die Gladbachspiele an, dann ist unabhängig von der nominellen Startformation zu beobachten, dass sich eigentlich immer eine Offensivformation mit zwei Halbstürmern, einem Mix aus hängender Spitze und 10er dahinter und dahinter einem Dreiermittelfeld ergibt. Z.B. Plea und Thuram vorne, die gerne auch von den Flügeln/Halbräumen oder hängender Position kommen, dahinter Stindl und dahinter 3 zentral agierende Mittelfelldspieler (mit Neuhaus) vor eine Viererkette. Es läuft viel durch das Zentrum, für das Flügelspieler sind die Außenverteidiger verantwortlich.

In Frankreich hält sich ziemlich hartnäckig das Gerücht, dass der BVB an Depay von OL interessiert sei. Dessen Wechsel zu Barça ist gescheitert, weil bei Barça finanziell ‚Land unter‘ ist. Wäre genau der Stürmertyp, den Rose gerne einsetzt.

Schaun mer mal.


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