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Super starker Text und sehr wichtiges Thema (BVB)

MauriciusQ, Hamburg, Mittwoch, 30.12.2020, 20:26 (vor 2130 Tagen) @ Redaktion schwatzgelb.de
bearbeitet von MauriciusQ, Mittwoch, 30.12.2020, 20:32

Super starker und wichtiger Text von Knüppler

Beim BVB läuft einiges schief. Und das nicht erst seit kurzem sondern seit vielen Jahren, systematisch und auf allen Ebenen. Wohlgemerkt nicht alles und überall, aber eben doch sehr viel.

Angefangen damit dass der BVB von einem Charakterverein mit Ecken und Kanten, der er vor wenigen Jahren noch war, zu einer Marketing-Maschine geworden ist.

Sichtbar ist das u.a. auf den Social Media Kanälen unserer Borussia, die spätestens mit dem Abgang von Peter Flore so belanglos klingen, dass man sich da fragt, ob es wirkich niemand im Hause gibt, dem nicht auffällt wie seelenlos dieses Agentursprech ist. Hatte der BVB z.B. auf Twitter vor einigen Jahren noch Haltung und zeigte immer wieder klare Kante, so fragt man sich aktuell ob es am Rheinlanddamm eigentlich niemand auffällt, dass selbst Dr. Oetker auf Twitter mehr Sachen von Bedeutung sagt. Jedes Statement wird so lange rundgelutscht bis am Ende wirklich nichts mehr übrig bleibt was irgendwie von Belang ist. Generell scheint man die Strategie zu verfolgen bloß nicht anzuecken und ein möglichst glattes „Produkt“ zu bieten. Und dabei möglichst viel Geld zu generieren.

Als Fan hat man sich daran schön gewöhnt und nimmt das ganze Schulterzuckend hin. Es gibt dann aber doch manchmal Momente wo man „WHAT? THE? FUCK?“ denkt. Zum Beispiel jetzt aktuell beim BVB Fantoken.

Es gibt, dass gerne bemühte Bild vom Frosch, den aus dem Topf springt, wenn man ihn in kochendes Wasser wirft, aber es nicht merkt, wenn man das Wasser Stück für Stück höher dreht. Um im Bild zu bleiben: Der BVB hat mit den Fantoken Scheiße in den Kochtopf gekippt.

Um nicht missverstanden zu werden: Natürlich muss der BVB Geld verdienen, weil sich der Fußball – leider – immer weiter kapitalisiert. Dass die einzigen Profiteure davon Spieler und ihre Berater sind steht auf einem anderen Blatt und soll hier nicht thematisiert werden. Und natürlich muss der BVB auch immer mal wieder in technisch neue Bereiche vorstoßen und sich da ausprobieren.

Die Basis(nicht das alleinige Augenmerk) des BVB müssen aber - auch in der Konstruktion der KGaA - immer seine Mitglieder sein. Natürlich müssen dieses das Tagesgeschäft im Profifußball an verantwortliche Personen auslagern, aber wenn der BVB auch nur drüber nachdenkt relevante Entscheidungen an Token Besitzer auszulagern verliert der Ballspielverein Borussia 09 sein wichtigstes Standbein. ´

Der Fantoken lässt alle Alarmsignale klingeln. Schon seit einigen Jahren verliert der BVB immer mehr seine Identität und bewegt sich in eine Richtung die einem als Fan nicht gefallen kann. Und ja: Natürlich hat der BVB auch Fans in Asien oder den USA. Das ist auch völlig ok so. Aber die Verwurzelung des BVB am Borsigplatz muss zwingend mehr sein als ein nette Erinnerung.

Ich bin mir nicht sicher, ob die Einheit in der die Entfernung der BVB Geschäftsführung von seinen Fans nicht zukünftig in Token gemessen werden muss.


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