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Neu auf schwatzgelb.de: Peinlicher offener Brief (BVB)

Voomy, Berlin, Freitag, 30.10.2020, 17:39 (vor 2185 Tagen) @ istar

Wo da denn die große, angebliche Sonderrolle? Dürfen oder durften
andere Firmen keine Arbeitnehmer, ob Monteur oder Geschäftsführung, ins Ausland schicken?

Reisen die Monteure mit einer Entourage von rund 50 Personen in Risikogebiete des auswärtigen Amtes unter Umgehung der normalen Quarantäneregeln? Nein, ich glaube nicht.

Andersrum wird ein Schuh draus, wenn andere Wirtschaftszweige ihr Geschäft weiterführen dürfen, gibt's keinen Grund, dies dem Sport zu verwehren.

Stimmt, wenn andere Unterhaltungs- und Veranstaltungsbranchen ihr Geschäft normal weiterführen dürften, gäbe es da keinen Grund für. Das ist nicht der Fall.

Dass Eishockey, Basketball etc. deutlich mehr auf Zuschauereinnahmen angewiesen sind, ist ein anderes Thema.

Stimmt.

Wird ein kompletter Lockdown notwendig, wird auch kein Fußball mehr gespielt.

Einen kompletten Lockdown gibt und gab es in Deutschland nicht und bei unserer landeseigenen Definition von kompletten Lockdown war der Fußball eine der ersten Branchen, die plötzlich wieder aktiv werden durfte - zum damaligen Zeitpunkt übrigens mit einem Konzept, das von jedem Experten als lückenhaft und unzureichend beschrieben wurde.

Der Ach so böse Fußball hat jedenfalls nicht zügig die Chance ergriffen, Mieten zu kürzen, Milliardenschwere Staatshilfen beantragt und trotzdem reihenweise Personal abgebaut. Und die Vorstände diverser Konzerne verzichten auch nicht auf mehr Gehalt als ein durchschnittlicher Bundesligaprofi.

Whatbout-much

Und der Fußball soll froh sein, dass "wir" ihn gewähren lassen? Wer ist "wir"? Sind das irgendwelche B-Promis und weithin unbekannte Philosophen, die ihr Glück kaum fassen können, endlich auch mal in eine Talkshow eingeladen zu werden?

"Wir" ist in diesem Fall die repräsentative Demokratie, die in ihren ausführenden Organen dem Fußball diese Rechte zugesteht, die sie Konzerten und anderen Veranstaltungen nicht zugesteht. Beste Grüße an den AfD-Funktionär im Berliner Gesundheitsamt, der dank seiner Befugnisse ignorieren konnte, wie die FAllzahlen in Berliner Bezirken aussahen und trotzdem versuchte, Heimzuschauer für Hertha-Spiele zu erlauben.

Und wer sich "verächtlich" abwenden will, der soll das doch einfach machen.
Nicht Woche für Woche, Tag für Tag lamentieren, einfach machen.

Machen sie. Blick auf die Quoten reicht.

Aber er hat sich ja schon positioniert und akzeptiert die Einschränkungen. Über welche ungelegten Eier reden wir hier eigentlich?

Wir reden hier nicht über ungelegte Eier, wir reden über das Statement des BVB, das von einigen Leuten als nicht gerade zielführend angesehen wird. Das ist alles.

Und Sascha und ich redeten über die Klage der Eintracht.


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