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Zagadou braucht noch Zeit (BVB)

Vati Morgana, Dienstag, 06.10.2020, 13:27 (vor 2202 Tagen) @ homer73

Zwischen "1 zu 1 Ersatz pro Position" und "wir haben nur 3 gelernte IV für 3 Positionen" liegen aber Welten.

Vielleicht sollte man sich davon lösen wer die Position ursprünglich „gelernt“ hat und eher betrachten wer welche Planstellen tatsächlich besetzt.
Sowohl Piszczek als auch Can sind mehr oder minder fest in der Innenverteidigung eingeplant. Dazu zwei spontan gefundene Zitate:

Can im März zum Kicker:
„Meine Jugendtrainer (...) prophezeiten mir: Du kannst im Mittelfeld eine große, aber als Innenverteidiger eine Weltkarriere machen. Das habe ich jahrelang nicht eingesehen. Inzwischen glaube ich, dass meine Stärken in der Abwehr tatsächlich besser zur Geltung kommen.“

Piszczek im Juli auf BVB-Homepage angesprochen auf Positionswechsel:
„Das zeigt vielleicht, dass ich als Spieler vielleicht nicht der Dümmste bin. Ich glaube, ich kann mich gut in jede Rolle hineinversetzen und zeigen, dass ich das Spiel verstehe. Ich habe früher für mein Leben gern im Angriff gespielt und Tore geschossen. Aber die Tendenz im Alter geht ja dahin, dass man sich auf dem Platz ein bisschen weiter zurückzieht."

Weder Can noch Piszczek sind also Behelfslösungen. Damit haben wir solide fünf Köpfe für drei Positionen.
Mit Toprak und Balerdi hat man sich zudem bewusst entschieden eine erfahrene und eine talentierte weitere Alternative ersatzlos abzugeben. Jetzt wiederum einen neuen Spieler für die Breite zu holen, wäre demnach absurd.

Wenn man in der Innenverteidigung hätte reagieren wollen, dann ausschließlich für die Spitze - und das war dieses Jahr schlichtweg nicht drin, allenfalls per Leihe.


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