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Zorc zum Vereinsvorsitzenden in 2022? (BVB)

Vati Morgana, Freitag, 26.06.2020, 17:57 (vor 2289 Tagen) @ Lutz09

Was Kehl, von seinem Ehrgeiz abgesehen, prädestiniert Zorcs Nachfolger zu werden, hat mir bisher aber auch niemand erklären können.


- Jahrelange Erfahrung im Führen und Vertreten einer Profimannschaft als Kapitän in erfolgreichen und unerfolgreichen Jahren
- Ein absolviertes Sportmanagement-Studium der UEFA
- Hospitation bei DFL und DFB-Akademie
- Erfahrung als Leiter der Lizenzspielerabteilung
- Trainerschein bis zur A-Lizenz
- Identifikation mit dem Verein


Dieses Sportmanagement Studium der UEFA (Dauer: 1 1/2 Jahre) ist bei Licht betrachtet eher ein Mickey Mouse Studium. Hospitation bei DFL und DFB-Akademie ist ganz nett, aber mehr auch nicht. Am meisten Gewicht hat da noch seine Identifikation mit dem Verein, seine A-Lizenz und die Erfahrung, die er als Leiter der Lizenzspielerabteilung sammeln konnte. Wobei ich auch da bis heute nicht weiß, wie gewinnbringend das ist, was er da macht. Ich hoffe, es hat mehr Substanz als seine Statements in TV und Social Media – wo er nach meinem Empfinden doch extrem nichtssagend und profillos rüberkommt. Und genau das Gegenteil von dem verkörpert, was er auf dem Platz verkörpert hat. Aber wer weiß, vielleicht täuscht mich mein Eindruck ja.

Ich könnte mir vorstellen, dass die neue Position des Leiters der Lizenzspielabteilung dazu dient die Personen und Prozesse kennenzulernen mit denen sich Zorc alltäglich umgibt und dabei erste Aufgaben bereits in Eigenverantwortung zu übernehmen. Gerade vor dem Hintergrund, dass der bevorstehender Abschied von Zorc seit seiner letzten Vertrangsverlängerung 2018 bereits feststand und seine Position möglichst intern nachbesetzt werden soll.
Denke die Zielerreichung von Kehl wird daher auch weniger an seiner Außendarstellung durch Interviews als viel mehr an Lernbereitschaft und der Möglichkeit des internen Aufstiegs gemessen.

Das macht ihn nicht zwangsläufig zu einem erfolgreichen Manager, aber qualifiziert ihn zum designierten Nachfolger auf den Posten des Sportdirektors.
Anders als bei einem CFO, der sich definitiv über Fachkompetenz auszeichnen sollte, denke ich ist das bei der Besetzung eines Sportdirektors zweitrangig. Derjenige muss selbst kein Steuer- und Rechtsexperte sein, sondern in erster Linie Gespür für die Zusammenstellung der Profimannschaft, des Trainerstabs sowie der Besetzung der relevanten Positionen im Nachwuchsbereich haben und zudem möglichst eloquent auftreten um sich in Verhandlungen durchsetzen zu können.


Zorc ist auch kein Steuer- und Rechtsexperte. Muss er auch nicht. Aber offenbar ein Ass bei Vertragsverhandlungen. Auf dem Niveau hat Kehl mWn keinerlei Erfahrung und dementsprechend wenig Expertise. Ob er sich durchsetzen kann? Bleibt abzuwarten. Mir ist das Delta zwischen Zorc und Kehl zu groß.

Unbedingt, das Delta ist sehr groß. Wird man aber auch nicht durch einen erfolgreichen Kaufmann oder Vertriebler extern erwerben können, weil ein Punkt in Verhandlungen auch darin besteht seinem Gegenüber unmissverständlich klar zu machen warum nur der BVB der nächste richtige Karriereschritt ist. Da ist Identifikation eine sehr gute Voraussetzung. Und ein gewisses Auftreten und Vertrauen bedingt die jahrelange Tätigkeit als Kapitän auch.
In den Rest muss er reinwachsen und das kann natürlich auch gründlich schief gehen. Dieses Risiko besteht aber immer und bei jedem möglichen Nachfolger.

Kurzum Kehl als Nachfolger von Zorc liegt meines Erachtens nach deutlich näher als Zorc als Nachfolger von Watzke, wie es hin und wieder auch von einigen erdacht wird. Letzteres wäre wirklich absurd und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fehlbesetzung.


Da stimme ich dir zu. Sehe auch nicht, dass Zorc auf Watzke folgen sollte.


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