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Zorc zum Vereinsvorsitzenden in 2022? (BVB)

Lutz09, Tor zum Sauerland, Freitag, 26.06.2020, 17:14 (vor 2289 Tagen) @ Vati Morgana

Was Kehl, von seinem Ehrgeiz abgesehen, prädestiniert Zorcs Nachfolger zu werden, hat mir bisher aber auch niemand erklären können.


- Jahrelange Erfahrung im Führen und Vertreten einer Profimannschaft als Kapitän in erfolgreichen und unerfolgreichen Jahren
- Ein absolviertes Sportmanagement-Studium der UEFA
- Hospitation bei DFL und DFB-Akademie
- Erfahrung als Leiter der Lizenzspielerabteilung
- Trainerschein bis zur A-Lizenz
- Identifikation mit dem Verein

Dieses Sportmanagement Studium der UEFA (Dauer: 1 1/2 Jahre) ist bei Licht betrachtet eher ein Mickey Mouse Studium. Hospitation bei DFL und DFB-Akademie ist ganz nett, aber mehr auch nicht. Am meisten Gewicht hat da noch seine Identifikation mit dem Verein, seine A-Lizenz und die Erfahrung, die er als Leiter der Lizenzspielerabteilung sammeln konnte. Wobei ich auch da bis heute nicht weiß, wie gewinnbringend das ist, was er da macht. Ich hoffe, es hat mehr Substanz als seine Statements in TV und Social Media – wo er nach meinem Empfinden doch extrem nichtssagend und profillos rüberkommt. Und genau das Gegenteil von dem verkörpert, was er auf dem Platz verkörpert hat. Aber wer weiß, vielleicht täuscht mich mein Eindruck ja.

Das macht ihn nicht zwangsläufig zu einem erfolgreichen Manager, aber qualifiziert ihn zum designierten Nachfolger auf den Posten des Sportdirektors.
Anders als bei einem CFO, der sich definitiv über Fachkompetenz auszeichnen sollte, denke ich ist das bei der Besetzung eines Sportdirektors zweitrangig. Derjenige muss selbst kein Steuer- und Rechtsexperte sein, sondern in erster Linie Gespür für die Zusammenstellung der Profimannschaft, des Trainerstabs sowie der Besetzung der relevanten Positionen im Nachwuchsbereich haben und zudem möglichst eloquent auftreten um sich in Verhandlungen durchsetzen zu können.

Zorc ist auch kein Steuer- und Rechtsexperte. Muss er auch nicht. Aber offenbar ein Ass bei Vertragsverhandlungen. Auf dem Niveau hat Kehl mWn keinerlei Erfahrung und dementsprechend wenig Expertise. Ob er sich durchsetzen kann? Bleibt abzuwarten. Mir ist das Delta zwischen Zorc und Kehl zu groß.

Kurzum Kehl als Nachfolger von Zorc liegt meines Erachtens nach deutlich näher als Zorc als Nachfolger von Watzke, wie es hin und wieder auch von einigen erdacht wird. Letzteres wäre wirklich absurd und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Fehlbesetzung.

Da stimme ich dir zu. Sehe auch nicht, dass Zorc auf Watzke folgen sollte.


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