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Genugtuung, die gleichzeitig weh tut (BVB)

Ravenga, In der Ruhr liegt die Kraft, Sonntag, 17.05.2020, 10:50 (vor 2320 Tagen) @ CHS
bearbeitet von Ravenga, Sonntag, 17.05.2020, 10:56

Wenn man mich in letzter Zeit aufs Derby angesprochen hab, ging mir schon ein wenig das Messer in der Tasche auf. Gnadenlose Blamagen, schlimme Niederlagen und peinliche Auftritte reihten sich aneinander und das gegen einen Gegner, der sportlich quasi immer am Boden lag und uns individuell eigentlich in allen Belangen unterlegen war. Die letzten Derbys zu Hause waren das reinste Trauerspiel, wie wir alle wissen. Umso erfrischender, befreiender, heilender und geiler ist der höchste Sieg gegen die Blauen seit anno dazumal, 4:0 haben wir sie weggeklatscht! Einen Derbysieg mit 4 Toren Unterschied habe ich in meiner Fankarriere bisher noch nicht erlebt und das dürfte auch schon ewig her sein (CHS kann da bestimmt helfen), von daher ziehe ich meinen Hut vor Trainer und Mannschaft für diese historische Leistung! Danke!

Was aber einfach entsetzlich schmerzt und beklemmt, ist diese Totenstille in den Stadien, gerade beim Derby! Das Westfalenstadion, das in letzter Zeit ja ziemlich träge war, hätte heute gekocht und spätestens nach Guerreiros 4:0 wären da alle Dämme gebrochen. Dass dieser historische Moment ohne Zuschauer, ohne Feierei und ohne hämische Gesänge ausgetragen werden musste, schmerzt fast genauso sehr wie die Freude über die längst überfällige Abreibung für das Gesindel. Schade, mein Fall sind Geisterspiele, die ihren Namen vollkommen zurecht tragen, jedenfalls nicht.


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