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Akanji - Gratuliere Manuel (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Mittwoch, 13.05.2020, 23:13 (vor 2323 Tagen) @ ooohflupptnicht

Also mein Vater war bei meiner Geburt definitiv nicht im Krankenhaus. War in den 70ern wohl noch undenkbar. Dafür sollen in der Kneipe seines Vertrauens wohl sämtliche Gläser zu Bruch gegangen sein. Wurde mir mehrfach erzählt. Auch bei der Geburt meiner "Nachzügler-Schwester" '82 war er nicht im Krankenhaus. Daran kann ich mich erinnern.

Hat sich über mich lustig gemacht, als ich bei meinen Kindern dabei war. Ist nämlich immer noch nicht üblich...

Zumindest in meinem Kulturkreis ;-)

Kenne einige in Verwandtschaft und Freundeskreis, die Ende der 70er bei der Geburt ihrer Kinder im Krankenhaus im Kreißsaal dabei waren. Einer musste den verlassen, weil Komplikationen auftraten. Ist aber alles gut gegangen. Und einer ist umgekippt, weil er kein Blut sehen kann...

Dass man seine Kinder ‚pinkeln‘ lässt hat eine lange Tradition und ist unabhängig davon, ob man dabei war oder nicht. Kann auch heute noch ausarten...;-)

Mein Vater war übrigens nicht nur bei meiner Geburt dabei, er hat der Hebamme sogar mitgeholfen. Na ja, wahrscheinlich hat die ihn nur beschäftigen wollen, damit er sich beruhigt...;-) Das ganze spielte sich bei uns zuhause ab, da meine Mutter wohl nicht über die Feiertage ins Krankenhaus wollte. Das war vollkommen ungewöhnlich für die damalige Zeit. Zum einen wurden die Kinder fast alle in der Klinik zur Welt gebracht, so wie auch meine ältere Schwester. Ich habe bis heute nicht einen einzigen aus meiner Generation getroffen, der nicht im Krankenhaus geboren wurde. Als es damals dann wider Erwarten bei meine eMutter losging, musste mein Vater die Hebamme holen und war dann notgedrungen bei meiner Geburt dabei. Überlieferte Aussage meines völlig fertigen Vaters zu seiner Elisabeth: „...das tue ich Dir nicht mehr an...“ So ganz haben sie sich dann aber nicht daran gehalten..

Bei der Geburt meiner Kinder war ich auch dabei, wenn auch in der Klinik. Hätte ich mir nicht nehmen lassen. Ob ich damals auch z.B. ein Jahr zuhause geblieben wäre, so wie es heute möglich ist, weiß ich nicht. Wahrscheinlich nicht. Da ging es beruflich bei mir aufwärts und z.T. waren wir seinerzeit im Ausland. Die Frage, ob ich zuhause geblieben wäre, wenn meine Frau damals die besseren Karriereaussichten gehabt hätte, könnte ich ehrlicherweise auch nicht beantworten. Die Frage hat sich einfach nicht gestellt und wenn man selbst nicht in einer bestimmten Situation ist, kann man theoretisch lange darüber räsonieren...


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