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In England wollen die Profis übrigens keinen Gehaltsverzicht (Fußball und Sport allgemein)

pactum Trotmundense, Syburg, Montag, 06.04.2020, 09:35 (vor 2097 Tagen) @ Trainer09

Auf jeden Fall interessant, wie hier der ein oder andere aufgrund eines Zweizeilers meinerseits auf meinen Charakter schließen.

Nach was, wenn nicht nach den hier getätigten Äußerungen, soll man dich denn bewerten? Zudem war der Satz ganz offensichtlich in Syntax und Semantik eine Pauschalaussage, also bezog sich generell und allgemein auf alle Menschen.

Sollte ich da ggf. mal auf euren Charakter schließen?

Mach doch. Es ist ein ganz normales menschliches Verhalten das Gegenüber einzuschätzen und einzuordnen. Menschen, die das nicht können, z.B. Autisten, gelten nicht umsonst als schwerbehindert.

Bisschen übergriffig auf jeden Fall.

Nein. Jeder Mensch muss es auch einmal aushalten, wenn man ihm sagt, dass man seine Aussage menschlich ablehnt. Niemand hat ein Anrecht darauf, dass man ihm immer zustimmt und man bei einer Ablehnung nichts sagt. Halte es einfach aus.

Vielleicht möchtest du mir stellvertretend mal erklären, warum ein Gehaltsverzicht der Profis die beste Möglichkeit ist mit den Problemen, die gerade herrschen umzugehen.

Ich habe nicht gesagt, dass es die beste Möglichkeit ist. Ich sage nicht einmal, dass es die effektivste Methode ist. Ich behaupte jedoch, dass es für den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft die einzige Methode ist, wenn die Vermögenden jetzt zu Gunsten der Nicht-Vermögenden Verzicht üben. Das bezieht sich nicht rein auf Fußballer. Ich erwarte auch von den Milliardären, den Spitzenmanagern, Top-Musikern, den Firmenbesitzern, etc. jetzt, dass sie ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst werden.

Die Gesellschaft wird sich aufgrund der wirtschaftlichen Einschnitte verändern. Das bleibt schon jetzt nicht mehr aus. Eine Spaltung der Gesellschaft, die auf "wir" gegen "die" hinaus läuft, weil "die" "uns" im Stich gelassen haben, wird zu sozialen Verwerfungen führen.

Okay, Linksextreme hoffen darauf, dass diese Verwerfungen so tief sind, dass dann endlich die seit 150 Jahren prophezeite Revolution kommt. Rechtsextreme hoffen darauf, dass diese Verwerfungen so tief sind, dass es zu einer Abschaffung der Demokratie und einem autoritären Regime der "Starken" führt. Wenn man zu einem der beiden Extreme gehört, muss man also aufgrund dieser Hoffnungen diese Verwerfungen fördern. Ich bin jedoch einer derjenigen, der gerne eine friedliche Gesellschaft hätte, wo man einander anerkennt. Jaja, scheiß Gutmensch. Weiß ich.

Ich sehe das nämlich bei Beachtung aller Menschlichkeit als sehr scheinheilig an und der Sache wenig dienend.

Als scheinheilig kann man es nach meinem Dafürhalten nur sehen, wenn man die gesellschaftlichen Gesamtzusammenhänge nicht wahrnimmt und das Thema nur partikular auf sich isoliert betrachtet.


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