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Der Unterschied zu München... (BVB)

Ostentor, Montag, 23.09.2019, 21:58 (vor 2435 Tagen) @ Floatdownstream

Also als sympathisch werden wir schon lange nicht wahrgenommen, das war nur eine kleine Episode unter Klopp, als wir wirklich der Underdog waren, der es mal allen gezeigt hat. Sind wir nicht mehr. Wir sind jetzt nicht der größte Hai im Becken, aber sicher doch mit Leipzig mehr oder weniger dahinter schwimmend. Nur wird die Borussia sogar bei den meisten Fußballfans jetzt sympathiemäßig gerne auf die gleiche Stufe gestellt, denn man bedient sich wie die Bayern ja gerne bei der Konkurrenz in der Liga und die Mannschaft aus Leipzig spielt oft attraktiver und mit Namen, die man nicht so kennt.

Finde das ja auch gar nicht schlimm, denn nichts macht im Fußball eben unbeliebter bei anderen, als der Erfolg oder man ist aus Schlumpfhausen - da ist es halt immer so, dass man nicht gemocht wird, egal wie man erfolgreich ist oder rumdümpelt.

Wenn Sascha das Mindset anspricht, ist für mich diese eigene Zuweisung der Rolle in der Bundesliga auch ein Teil dessen. Jahrelang wurde gepredigt, und das auch zurecht oftmals, dass wir demütig sein sollten - aber das ist dann doch für mich irgendwann zu viel geworden. Der Verein, der demütig sein muss aufgrund der Geschichte von 2005, ist nun halt auch der Verein, der mit Brust raus und Überzeugung auf das stolz sein muss, was erreicht wurde. Daher fand ich es auch gut, dass man endlich einmal ambitioniert in die Saison gegangen ist. Denn Ambition ist ja kein 'muss' (es birgt nur die Gefahr, dass niemand in der Presse das wirklich checkt und vernünftig einordnet), sondern ein Streben nach etwas. Wenn es aus diesen oder jenen Gründen nicht klappt - okay. Es gar nicht erst zu versuchen, finde ich im Sport aber unangemessen.

Plakativ gesagt: Ich sollte auch als HSV (oder angesichts des letzten Auftritts dort als BVB) die Ambition haben, bei den Bayern zu gewinnen. Darum geht es ja im Sport.

Der BVB sollte auch die Ambition haben, Meister zu werden. Denn natürlich wissen wir wie ein HSV Fan in der Allianzarena, dass es viele Gründe gibt, die dagegen sprechen. Aber wenn man es nicht versucht, hat man bekanntlich sowieso verloren.

Leider fliegt uns diese Selbstverständlichkeit des Wettkampfs jetzt schon um die Ohren, denn der 'selbsternannte Meisterschaftskandidat' strauchelt jetzt im zweiten Auswärtsspiel in Folge. Dass die, die jetzt 'selbsternannt' schreiben die sind, die letztes Jahr gar nicht scharf genug darauf sein konnten, dass beim BVB endlich jemand das Wort Meisterschaft ausspricht, ist geschenkt. Das ist bei der weitgehend drittklassigen deutschen Sportpresse eben nicht anders zu erwarten.

Die Wendung im Mindset, das Bekenntnis, zumindest um Titel mitspielen zu wollen, und auch die Gefahr in Kauf zu nehmen, damit auf die Fresse zu fliegen, das ist meiner Meinung nach immer noch wichtig und ein Schritt dorthin, auch das Mindset von Mannschaft und Umfeld zu ändern. Wieder für jeden Punkt zu kämpfen und reinzuhauen und nicht mit 'CL wird es schon werden, da müssen wir demütig sein' wieder auf den Plätzen 2-4 zu landen.


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