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Irgendwie würde es mich nicht mal wundern, wenn... (BVB)

Karak Varn, Strobelallee 50, Montag, 26.08.2019, 14:36 (vor 2465 Tagen) @ ram1966

Identifikation.
Schwierig.
Identifikation ist für mich Susi. Nobby. Kuba, Schmelle, Lars, Marco.

Mario kam doch total ungeliebt wieder. Der zaubernde Dortmund-Messi der zu den verhassten Buyern ging. Das Versprechen an die große BVB Zukunft, dass uns alle ins Mark traf.

Er kam ungeliebt wieder. Von fast allen mit Skepsis beäugt. Der verlorene Sohn, der zurück in die enttäuschte Familie kommt. Streicheleinheiten wären nur über Leistung gegangen. Dafür hätte er aber spielen müssen.... und weil alle enttäuscht waren (und Menschen das in der Regel Menschen zeigen, vor allem Fans), so musste er erst mal kleine Brötchen backen und Füße -auch medial- still halten. Was hätte er tun sollen? Wappen küssen und sagen: München war` ne Scheissidee, heja heja BVB? Nach wie vor hatte er bei denen im Süden die gesundheitlichen Probleme. Die nicht diagnostizierten Probleme. Scheitere mal bei Pep, dem GröTaZ. Das ist sicherlich nicht easy.

Dann bei uns die Diagnose und Offenbarung seiner chronischen Krankheit. Wieder ein Zurückstecken. Und wieder sind Teile der Fans auf den Barrikaden weil er nicht sofort helfen konnte. Wie soll er hier Identifikation zeigen? Und womit?

Und Adressaten sind nach wie vor jene, die ihm nach wie vor böse sind. Oder sagen wir: enttäuscht.
Ich will da keine Lanze für ihn brechen...aber ein Reinkommen, wenn Du dich mehrere Jahre nicht weiterentwickeln konntest (wichtiger Punkt, oder nicht?), ist mit seiner eigentlichen Anlage sicherlich nicht leicht zu lernen. Die Millionen hin- oder her. Er konnte sich nicht weiterentwickeln, weil er nicht gespielt hat.

Und weil er bei uns dann nicht spielen konnte- und nur in schwatzgelb der 1909%ige Einsatz zählt-, konnte er doch nie Identifikation zeigen. Das sieht man doch im Forum. Trifft er drehen alle durch und wollen gleich 100 Jahre verlängern. Spielt er einen Fehlpass, soll er gleich auf die Tribüne oder nach Blauland. Mal überspitzt ausgedrückt.
Da merkt man: Der Stachel saß tief. Tiefer als bei Mats. Unser Juwel.

Der Rest ist "hätte hätte Fahrradkette". Wäre er heute bei uns wesentlich weiter, wäre er geblieben? Hätten wir seine Krankheit erkannt im Gegensatz zu den -m.M.n.- in diesem Fall dilettantischen und verantwortungslosen Bayern?

Für seinen Stillstand konnte er persönlich doch nichts. Und sein Spiel hat er danach auf sein derzeitiges Können angepasst. Und anpassen müssen. Dafür hat er gut gekämpft, finde ich. Und rumgequakt oder so hat er auch nicht. Jetzt sind andere weiter und der Verein hat sich ebenfalls mit einer Idee weiterentwickelt. Seine Kohlevorstellung ist halt noch auf WM-Final-Tor- Niveau. Na und? Ich habe auch ein Restbild von mir. Als ich 20 war. Nun bin ich Ende 30 und denke im Spiegel: Wo genau....ist die Zeit hin...verdammte Axt?!

Mario muss nur noch lernen, dass seine (als Fan 2010/ 11 so beobachtbare) unerschöpfliche Entwicklung irgendwann leider stehen blieb. Man, der Kerli war in der Bravo der Posterjunge. Der WM Pokal- Bringer. Das große Talent der Dortmunder goldenen Zukunft unter dem 19 Jahre bei Borussia bleibenden Sankt Jürgen. Das alles bedeutet keinesfalls, dass er nichts kann. Aber der Punkt ist das große Potential. Das schien unermesslich. Und hier clasht halt die Realität mit seinem Alter, mit seiner Vergangenheit und mit seinem Restbild. Mario ist absolut authentisch. Identifikation hat da aber nichts mit zu tun. Die hat er mit dem
Wechsel begraben. Jetzt ist er nur noch professionell. So wie es die Situation her gibt. So what? Alles gut.


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