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Das Umfeld beim BVB ist kaputt - also wir (BVB)

Sascha, Dortmund, Sonntag, 12.05.2019, 13:32 (vor 2553 Tagen) @ MauriciusQ

Aber warum ist das so? Wenn dieser Verein mal wieder zu dem werden will, was er mal war, dann muss dieses Anspruchsdenken weg. Aber das ist wahrscheinlich unrealistisch. Weil wir auch in einer Falle stecken. Wir sind zu stark für die meisten anderen Vereine, aber zu schwach um die Bayern anzugreifen.

Ich sehe das Problem nicht in einem Anspruchsdenken, sondern in einer gewissen Anspruchslosigkeit. Das Wort klingt falsch, wenn es im Kern darin mündet, dass man gesichert in die CL einziehen will. Aber dass das keine Geschichte ist, die langfristig trägt, war eigentlich schon lange abzusehen. Die Erwartungshaltung an eine Saison ist doch die, dass uns eine Überraschung eigentlich nur in negativer Art passieren kann. So wie letzte Saison, wo dieses Ziel zum Ende hin noch in Gefahr geriet. Das ist mental eine echt schwere Kiste und man kann beschwören, was man will, ohne positiven Ziele, etwas Neues, das man erreichen will, wird es nicht funktionieren. Frankfurt hat es diese Saison vorgemacht. Das Halbfinale eines Europapokals ist eigentlich eine ganze Nummer zu groß für die Eintracht. Aber dort hat niemand darauf verwiesen, dass es eigentlich nicht zu schaffen ist, sondern einen "Drauf geschissen, wir gehens an" daraus gemacht.

Wir sind vielleicht nicht in der Position, um am Anfang der Saison als Ziel die Meisterschaft zu formulieren, aber man kann sich auf die Formel einigen, dass man Meister werden will, wenn sich die Möglichkeit bietet. Das haben wir ja schon anklingen lassen, aber als sich die Chance tatsächlich bot, wurde alles dran gesetzt, das klein zu reden, zu tun, als würde einen das Thema gar nicht interessieren und so getan, als würde schon der Gedanke an die Schale Unglück bringen. Was soll in so einer Weder-Fisch-noch-Fleisch-Stimmung schon für eine Euphorie entstehen?

Der Weg kann nicht darin bestehen, Ansprüche aufzugeben. Damit tritt man den Fußball als Sport sozusagen mit Füßen. Der Verein als Wert ist das eine, aber der Fußball auf dem Platz eben auch einer. Anspruchsdenken und Sport gehören für mich zusammen, weil man sich ohne Ansprüche nie überwinden kann, seine Grenzen zu verschieben. Aber es sollten Ansprüche sein, die zwar realistisch sind, aber nicht einfach nur in der Bestätigung des Erwartbaren bestehen. Und diese Denke muss man dann auch verinnerlichen und leben, statt sie sofort über Bord zu werfen, wenn man mal in die Verlegenheit kommt, diese Ansprüche tatsächlich erfüllen zu können.


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