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vorläufige Zahlen für das dritte Quartal 18/19 (BVB)

CHS, Lünen / Dortmund, Donnerstag, 09.05.2019, 11:02 (vor 2556 Tagen) @ CorranHorn

Gleichzeitig bedeutet es auch, dass man keinen Cent netto in den Kader investieren kann.

Nur wenn ein Spieler verkauft wird, ist Geld für Transfers da.

Stimmt so nicht. Der BVB-Bundesligakader wird nächste Saison (stand jetzt) zwei Spieler bekommen, ohne das ein Euro Transferentschädigung gezahlen wird (Unbehaun, Raschl). Ausleihspieler habe ich mal nicht berücksichtigt (sind ja sieben Spieler), da dort bestimmt noch Abgänge geben wird.

Grundsätzlich ist immer nur Geld für Transfers da, wenn man Transfers durchführt (wir sind ja nicht aus Leipzig und früher aus Sinsheim). Sonst hätte man irgendwann ein 50-Mann-Kader. Wenn man keinen Spieler verkauft, dann kann man auch keinen holen. Das heißt aber nicht, dass der BVB nicht Geld ausgeben kann ohne Transfereinnahmen. Dafür hat man ja in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet und das Eigenkapital angehoben (Machen ja die Münchener in der kommenden Saison auch so).

Und das nachdem wir weniger Geld für Schuldentilgung ausgeben müssen, gleichzeitig aber die Einnahmen stark gestiegen sind.

Wenn man nur den Bundesligakader sieht, dann ist das natürlich schlecht. Aber wie schon geschrieben, wir müssen halt nicht nur den Kader pflegen, sondern auch über 800 Mitarbeiter bezahlen und sowohl Stadion als auch Trainingsgelände ausbauen bzw. renovieren. Und die ganzen Trainer, Scouts und Betreuer für die ganzen BVB-Mannschaften kosten auch ein paar Euros.

Und dennoch erzählen einem hier ja genug User, wie wenig wir doch angeblich für die Mannschaft bezahlen würden. Und verweisen auf irgendwelche Gehaltszahlungen, bei denen halt alle Handgelder und ähnliches fehlen.

Sorry, ich kann mich nur um die Zahlen kümmern, die klar ausgewiesen sind. Sei doch froh, dass du bei uns die Zahlen immer präsentiert bekommst (jedes Vierteljahr), ist ja nicht bei jedem Verein so.

Laut Aussagen von Watzke sind ca. 100 bis vieleicht 110 Mio. Euro im Lizenzkader. Dazu gibt es wohl noch Erfolgsprämien (dürfte dieses Jahr höher sein als im letzten Jahr). Ausgaben wie Handgelder gehören halt in den Transferbereich oder außerordentliche Aufwendungen, daran ändert sich nichts. Dass das ein großer Batzen ist, sollte klar sein.

Aus dem operativen Geschäft NICHTS in den Kader investieren zu können - darauf vertrauen, dass schon jemand viel Geld für einen guten Spieler bezahlt (der ja dann auch wieder ersetzt werden muss! Oder hofft man, schlechte Spieler die kein Qualitätsverlust sind für viel Geld verkaufen zu können?) - glaubt ihr ernsthaft, dass uns das auf längere Sicht vorwärts bringt? Oder auch nur den Status Quo erhält?

Das ist doch hirnrissig. Das operative Geschäft umfasst halt nicht nur den Kader, sondern auch den gesamten BVB-Bereich (Immerhin ein S-Dax-Unternehmen). Der Konzern hat insgesamt sieben Tochterunternehmen (Alle BVB-Bezug, nicht wie noch unter der alten Führung). Auch da entstehen Kosten (aber auch Einnahmen). Und bevor die Idee kommt, dass man sich vielleicht von Töchtern trennt. Gerade die drei größten Bereiche verhindern, dass man weitere externe Ausgaben macht.

Ganz nebenbei, man steckt ja reichlich Geld vom operativen Geschäft in den Kader. Nur sieht man das halt nicht immer gleich.

Vor ein paar Jahren waren wir leistungstechnisch durchaus auf vielleicht Rang 10 in Europa. Gab nicht so viele Mannschaften die besser waren. Real Madrid? Klar, Größer als wir - dennoch konnten wir die wiederholt schlagen. Und wir hatten keine völlig unrealistische Chance, als Ausenseiter (kein krasser Ausenseiter!) noch mal ins Finale zu kommen und die CL vielleicht sogar zu gewinnen. Nicht hoch wahrscheinlich, aber möglich.

Und wo sind wir heute? Rang 20? 25? Die Chancen auf den CL Titel sind irgendwo bei einer ähnlichen Höhe wie eine Donald Ducksche Gewinnbeteiligung.

Aktuell sind wir Zwölfter in der Uefa-Klubrangliste (gilt hoffentlich für deine Ansprüche). Im Finale der CL stehen jetzt der Elfte gegen den Achtzehnten. Nur um das mal einzuordnen. Damit so etwas klappt, braucht man nicht nur einen guten Kader, sondern auch halt Glück (Spielglück, Glück bei der Auslosung). Übrigens, wir sind gegen einen der Finalisten raus geflogen, obwohl wir zwei von den vier Halbzeiten die bessere Mannschaft waren.

Wenn aus stetig wachsenden Umsätzen nichts für Investitionen in die Mannschaft übrig bleibt, läuft etwas schief.

Ähm, hast du dir schon einmal die Bilanzen des BVB angeguckt oder nimmst du immer nur die Zusammenfassungen? Der BVB erhöht seit Jahren die Ausgaben in den Lizenzkader durch eben wachsenden Umsätze. Die Erhöhung der Personalkosten enthält meistens den Hinweis, dass hauptsächlich die Erhöhung durch Ausgaben in den Lizenzspielerbereich entstanden sind.

Aber ja, immer weiter so, nur keine Kritik.
Und in ein paar Jahren fragt man sich dann, wo es denn schief gelaufen ist.

Kritik ist gut, sie sollte aber auch wirklich begründet sein. Oder man sollte sich mit dem Bereich auskennen.

Gruß

CHS


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