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Nationalisten im WM-Finale? Vlt. besser recherchieren? (BVB)

Flankengott ⌂ @, Dortmund, Samstag, 14. Juli 2018, 13:43 (vor 123 Tagen) @ Nolte

Ich würde mal schätzen, dass ein niedriger einstelliger Prozentsatz aller Reggae-Lieder vom Kiffen handelt. Dagegen wird, ohne dass ich da nähere Erfahrungen habe, vermutlich ein etwas größerer Anteil der Texte einer Rechtsrock-Band extrem nationalistische Inhalte haben.

Zudem gibt es ja wohl einen Unterschied zwischen jemandem, der in einem Lied erklärt, wie cool Kiffen ist, und jemandem, der in einem Lied erklärt, dass Ausländer niederwertige Menschen sind. Und zu deiner unten gezogenen Analogie zum Gangsta- oder Battle-Rap: Zumindest bis zu einem gewissen Grad gilt es zu unterscheiden, inwiefern es sich dabei um eine Kunstform und offensichtliche Show handelt, oder ob die Inhalte tatsächlich ernst gemeint sind.
Und zu guter Letzt: Wenn du zu Buju Bantons "Boom Bye Bye" tanzt und mir erzählst, wie geil das Lied (und der Text) ist, dann wird das meine Meinung von dir auch prägen.

Es gibt sowohl im Rock/Metal als auch im Reggae mehr als genug unbedenkliche Lieder und Künstler*innen, dass es keinerlei Notwendigkeit gibt, gewaltverherrlichende, rechtsradikale, homophobe oder sexistische Acts zu hören. Wenn du bewusst Lieder solchen Inhalts hörst und mir erzählen willst, die seien nicht problematisch, weil es ja nur um die Musik ginge, dann verschließt du meiner Ansicht nach bewusst die Augen davor, was solche Texte tatsächlich bewirken.

Och also es gibt nicht wenig Reggae Songs die hochgradig homophob sind und sogar zu Gewalt gegen homosexuelle Menschen aufrufen. Aber bleiben wir mal beim "normalen/harmlosen" Reggae. Da muss nicht zwingen der Text übers kiffen handeln. Reggae wird allgemein nun mal damit in Verbindung gebracht.

Dein Beispiel zum Gangsta Rap oder wat weiß ich Hiphop/Rap etc. (kenne mich da nicht gut genug aus), finde ich gut. Und ich stimme überein, dass da bestimmt nicht wenige Interpreten, eine Fassade "leben" nur um ihre Platten zu verkaufen. Wir sprechen aber doch grad über Leute die diese Musik hören bzw. diese Songs mitsingen. Und da ist meine Frage, ob ich da nicht auch nach dem Muster der Verallgemeinerung handeln müsste und diese Leute nicht auch direkt abstempeln muss.
Aber ich kenne mich da nicht gut genug aus....und ich kenne mich auch in der rechten "Musik"-Szene nicht gut genug aus um zu wissen ob es da nicht ebenfalls Bands gibt, die lediglich nur zum Schein so tun als ob, nur um Ihr Album an den Mann zu bekommen. Ich weiß auch nicht, ob irgendjemand einen Songs mitsingt, der eine menschenverachtende Botschaft beinhaltet, direkt jemand ist, der in diese Richtung denkt und lebt.

Ich kann nun nur für mich sprechen...aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich irgendwann in meinem Leben schon mal einen Song gehört habe (und ihn gut fand), ohne dass mir klar war, dass dieser Song eine krasse Botschaft enthielt, die sich garantiert nicht mit meiner Denk-und Lebensweise deckt.

 

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