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Gegenwärtige Möglichkeiten der Geldanlage? (Sonstiges)

Chappi1991 ⌂ @, Dienstag, 17. April 2018, 01:29 (vor 237 Tagen) @ FourrierTrans

Mal ganz blöd gefragt: Wenn man sich (ganz naiv) die Frage stellt, wie man wohl monatlich vielleicht einfach noch einen kleinen Obulus "hinzuverdienen" könnte (in dem man das Geld "arbeiten lässt"), bliebe (wenn man beispielsweise sagen würde, man wäre bereit 100 € pro Monat in etwas "riskantere" Produkte zu investieren) lediglich die Option, mit Aktien zu arbeiten, oder?

Aktien sind gar nicht so riskant. Wenn man einen langen Atem hat und nur das Geld anlegt, an das man nicht zwingend zu jeder Zeit muss oder will, dann sind Aktien sogar wunderbar risikolos. Und sie haben auf lange Sicht gute Renditen. Da kassiert kein Fondsmanager mit. Große Aktiengesellschaften sind breit aufgestellt. Wenn man ein Haus zum vermieten kauft oder in einen geschlossenen Immobilienfonds einzahlt, dann ist man von einem ganz kleinen Markt abhängig. Große Aktiengesellschaften haben also per se schon ein verteiltes Risiko.

Der große Vorteil von Aktien gegenüber einem Sparbuch, Festgeld etc. ist die "doppelte" Rendite. Wenn man Geld anlegt und Zinsen bekommt, dann richten die sich nach der Inflationsrate. Es gibt ja die schöne Erzählung von der Wirkung des Zinseszinses. Den gibt es auch. Was nur keiner sagt, ist, dass die Inflation den Zinsessinseffekt ebenfalls hat. Also dem exponentiellen Wachstum des Guthabens steht auch eine exponentiell Geldentwertung entgegen. Da wir ein Schuldgeldsystem haben, muss die Geldmenge beständig wachsen. Also haben wir immer Inflation, die die Zinsen mehr oder weniger auffrißt.

Bei der Aktie ist es so, dass durch die steigende Geldmenge auch das Geld, was in den Aktienmarkt investiert wird, immer mehr wird. Dadurch steigen die Kurse, langfristig und im Mittel gesehen, immer mit. Man hat also einen Inflationsausgleich durch die Kurse. Dazu kommt dann die Rendite durch die Dividenden. Das sind dann echte Renditen, weil die Inflation an andere Stelle ausgeglichen wird.

Gute Aktien wären dann die, von Unternehmen, die

- in einem Marktsegment, dass geringen Schwankungen ausgesetzt ist (z.B. Lebensmittel, denn gegessen wird immer - ist nur ein Beispiel)
- die bereits lang und dauerhaft erfolgreich sind
- die gute Dividenden zahlen (und auch das beständig).

Wenn man nach diesen Kriterien dann 30 Titel raussucht, die man sich anguckt, dann bekommt man nach und nach einen Einblick. Wenn man dann daraus 10 Favoriten entwickelt und dann nach und nach in diese investiert, dann verfolgt man diese Unternehmen über die Zeit, man wird zum Experte für diese Firmen und der Aufwand der Analyse nimmt immer weiter ab. Man kennt die Firmen und verfolgt sie dann ohne großen Aufwand.

Wenn du halt regelmäßig weiter investieren willst und kannst, dann ist es so, dass steigende und fallende Kurse von Nutzen sein können. Steigende: klar, dann machst du "Gewinn". Fallende: wenn du grundsätzlich vom Unternehmen überzeugt bist, dann sind niedrige Kurse eine gute Gelegenheit, um aufzustocken.

Auf Dauer und in der Breite sind Aktien ein ideales Investment. Man kann sie in recht kleinen Stückelungen kaufen. Man kann sie jederzeit verkaufen (wenn auch nicht jederzeit zu einem guten Kurs). Sie sind auf lange Sicht gesehen gegen Inflation geschützt und wenn sie gut gemanaged sind, dann betreiben sie selbst schon eine gute Risikosteuerung.

Das einfach mal ganz grundsätzlich.

BTW: Die BVB-Aktie würde ich aktuell eher nicht empfehlen.

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