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Vielleicht mal was Neues (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 07.04.2018, 12:49 (vor 2835 Tagen) @ Sauerländer Nordlicht

Mir würde, wenn es denn nicht Favre wird, auch ein Trainer gefallen, der im AUsland in einer ähnlichen Situation mit seinem Klub ist, wie wir. Damit meine ich, dass man in den meisten Ligaspielen Favorit ist und man meistens das Spiel machen muss. Da hatte Mainz damals ja diesen Trainer aus Dänemark geholt, weiß nicht mehr wie der heißt. Hat ja leider in Mainz nicht funktioniert, aber woanders könnte sowas eventuell funktionieren. Andererseits glaub ich nicht, dass man beim BVB den Mut, nach Bosz und Stöger, das nächste Experiment wagt.

Kasper Hjulmand. Ich sehe es nicht so, dass es in Mainz nicht funktioniert hätte. Eher hatten Heidel und Co mMn nicht den Mut, den gewünschten Wechsel der Spielweise mit Hjulmand konsequent durchzuziehen.

Nach dem Abgang Tuchels war man in Mainz zu der Erkenntnis gekommen, dass man die Spielweise vom eher pressing- zum ballbesitzorientierten Fußball konsequent gehen müsste. Bei der Suche nach einem Nachfolger für Tuchel, die ja sehr plötzlich notwendig wurde und unter Zeitdruck geschah, kam man auf Hjulmand, der sich in Dänemark bereits eine beachtliche Reputation erworben hatte und den man schon länger auf dem Radarschirm hatte. Seine Aufgabe war es wie gesagt, die Mannschaft auf konsequenten Ballbesitzfußbal umzuswitchen. Was ihm im Prinzip auch erstaunlich gut gelungen ist. Nur machten im Laufe der Saison die Ergebnisse nicht so recht mit. Nicht, weil man so viele Spiele verloren hätte. Aber Mainz war das Team mit den mit Abstand meisten Unentschieden (10 oder 12 glaube ich) Zum Zeitpunkt der Demission Hjulmands hatte man nicht mehr Spiele verloren als z.B. Schalke, die sich auf Platz 4 befanden. So befand man sich allmählich im unteren Tabellendrittel wieder, näher am Relegationsplatz als zum Mittelfeld hin. Die Stimmen in Mainz wurden immer lauter, dass der Trainer zwar gute Arbeit leiste, aber auch ‚beratungsresistent‘ sei. Die Umstellung auf Ballbesitzfußball sei zwar gefordert gewesen, aber der Trainer würde diese Umstellung zu radikal angehen, er solle doch besser zumindest in Teilen an den typischen Mainzer Pressing-Elementen festhalten. Hjulmand zeigte sich darüber erstaunt (er ist wahrscheinlich auch ein Sturkopf), er mache schließlich nur das, wozu er von Heidel geholt wurde und das ginge nicht mit halben Sachen. Womit er nicht Unrecht hatte. Nach der Demission Hjulmands beförderte man Schmidt zum Cheftrainer und verkündete geradezu euphorisch, nun werde wieder der typische Mainzer Fußball gespielt, den die Uuschauer auch sehen wollten und welcher der Garant für den Mainzer Erfolg sei. Man stieg nicht ab und spielte weiter den typischen Mainzer Fußball; mit weniger Ballbesitzelementen als noch unter Tuchel. Alle waren zufrieden, nur die Mannschaft machte fußballerisch wieder einen Schritt zurück und wurde nicht weiterentwickelt. Als mit Malli einer der besten Fußballer verkauft wurde, ging es auch mit Schmidt irgendwann nicht weiter. Die Mannschaft spielte sich einfallslos den Abstiegsrängen entgegen. Man hielt an Schmidt fest, trennte sich dann aber nach der Saison. Schwarz, ganz in der Tradition des ‚Mainzer Fußballs‘, konnte da bisher in der neuen Saison keine anderen Akzente setzen. Die Mannschaft ist stark abstiegsgefährdet.

Die Trennung von Hjulmand war mMn der größte Fehler Heidels in seiner langen, erfolgreichen Tätigkeit bei Mainz. Als richtig erkannte Änderungen durchzuziehen ist sehr schwierig, weil sie immer auf große Widerstände bei vielen Beteiligten stoßen. Stattdessen am ‚Altbewährten‘ festzuhalten kann mittel- und langfristig bitter enden.


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