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Matthias Sammer kehrt zum BVB zurück - als Berater (BVB)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Samstag, 31.03.2018, 01:21 (vor 2836 Tagen) @ pappnase

Ich weiß halt nur nicht, ob ein kompetenter Trainer gerne eine zusätzliche ‚Instanz‘ in der Organisation hat, die nicht sein Ansprechpartner ist, von der er aber weiß, dass sie auf seine Ansprechpartner Einfluss hat. Die Personalien Sammer bedeutet in meinen Augen nicht nur mehr fußballerische Kompetenz. Sondern auch zusätzliches Konfliktpotential.


Und genau das, was du als Konfliktpotential bezeichnest (also negativ betrachtest), sehe ich als große Chance für den Verein. Ich würde von potentiellen Kontroversen sprechen und genau darin die Chance für Vorschritt sehen. Wichtig ist, dass immer dann, wenn es zu Überschneidungen der Themengebiete dieser beiden Protagonisten kommt, beide mit ausreichendem "Gewicht" im Verein und gleichzeitig offenem Visier in kontroverse Diskussionen gehen. Ich bin überzeugt, dass es gerade diese Diskussionen sind, die den Verein am Ende weiterbringen können.

Sollte ein Kandidat für die Trainerstelle aufgrund der Berufung eines externen Beraters Abstand von einem Wechsel zum BVB nehmen, wäre er aus meiner Sicht ohnehin der falsche Kandidat zur Lösung der aktuellen Probleme.

Das kann man sicherlich genauso sehen und ich respektiere selbstverständlich Deine Meinung.

Ich habe diesbezüglich eine andere, die sich auch aus Erfahrungen im Berufsleben speist. Wenn ich als Leitender Angestellter für eine Schlüsselposition in einem Unternehmen umworben bin, dann möchte ich auch Vorgesetzte / Ansprechpartner, die kompetent sind und mit denen ich mich u.a. konstruktiv auseinandersetzen kann. Durchaus in dem Sinne, wie Du es ansprichst. Kontroversen konstruktiv austragen, um daraus zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Immer mit dem von Dir angesprochenen ‚offenen Visier‘.

Wenn ich allerdings den Eindruck habe, dass im Hintergrund eine Art ‚Graue Eminenz‘ existiert, die eben nicht mein Ansprechpartner ist, aber sehr wohl direkten oder indirekten Einfluss auf meine Ansprechpartner hat und ich gerade nicht ausschließen kann, dass es sich um meinen konkreten Aufgabenbereich handelt, dann stelle ich mir schon die Frage nach der Kompetenz meiner Ansprechpartner und auch danach, inwieweit eine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich ist. Und genau das meine ich mit ‚Konfliktpotential‘.

Wäre ich Trainerkandidat beim BVB, würde ich mir jedenfalls genauestens aufschlüsseln lassen, wie die geplante Konstellation in praxi funktionieren soll und was das für mich und meine Arbeit bedeuten würde. Ich gehe davon aus, dass der BVB letzteres auch bei den infragekommenden Kandidaten so getan hat. Ob jemand, der sich auf eine solche Konstellation dann nicht einlassen würde, deshalb ohnehin der falsche Mann für die Lösung der aktuellen Aufgaben wäre, sehe ich nicht so.


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