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Neu auf schwatzgelb.de: Dembélé und die Millionen (BVB)

geronimo09, Iserlohn, Mittwoch, 09.08.2017, 18:23 (vor 3080 Tagen) @ jniklast

Ich denke nicht, dass sich das ganze mit Spekulationsblasen vergleichen lässt, denn denn die Transfers werden ja im Allgemeinen nicht durch zukünftige Preissteigerungen der Spieler selbst finanziert, sondern durch tatsächlich reinkommendes Geld von "Außen". Und dazu kommt, dass dieses Geld ja auch nicht dem System komplett entzogen wird bei einem Transfer, sondern größtenteils bei den Vereinen verbleibt.


Das ist eine klassische Spekulationsblase, da der Preis (= finanzielle Wert der Spieler) rein spekulativ ist. Es sind ja nicht die Marktgesetze die zu der Neymar-Inflation geführt haben, sondern willkürliche Eingriffe in den Markt (in dem Fall das Kaufverhalten der gleichermaßen zahlungskräftigen wie geltungsbedürftigen Investorengruppe Qatar Sports Investments. Dieser gehts nicht primär um materielle Wertsteigerung durch Investition, sondern um PR und Image für den Staat Quartar durch Erfolg des französischen Vereins PSG. Schon bemerkenswert genug.)

Die Profifußballblase wird irgendwann platzen, das ist schon länger abzusehen. Aber QSI hat jetzt nochmal ordentlich heiße Luft eingepumpt.

Die vielleicht 90 Millionen (vor Steuern) für Dembele (abgezogen die Zahlung an Rennes) sind vom Kaufwert vermutlich deutlich weniger Wert als die 42 Millionen für Miki vor einem Jahr. Soviel zum Thema Spekulation.

Die sportliche Polarisierung durch die Finanzströme führt zur Langeweile. Ein gutes Beispiel ist der BVB. Jedes Jahr Platz 2-5 (also weder Abstiegs- noch Meisterschaftskampf) ist unsexy.

Das Interesse am Profifußball wird früher oder später auch deswegen abnehmen, weil die Mannschaften aufgrund der irren Fluktuation der Spitzenspieler zunehmend weniger Identifikationsmöglichkeiten bieten.

Das mögen viele nicht wahrhaben und schönreden ("wichtig ist nicht der Spieler, sondern der Verein"), aber die Menschen wollen eine gefühlsmäßige Bindung. Das ist mit den aktuell geltenden Gesetzen des Profifußballs immer schwieriger zu gewährleisten.

Das aktuelle Transferprinzip unseres Vereins mag wirtschaftlich rational und vielleicht auch kurzfristig alternativlos sein. Aber wir sind damit de facto nicht mehr als ein Farm Team (auf hohem Niveau).


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