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Tuchel / Bosz (BVB)

Wiber, Mittwoch, 02.08.2017, 11:26 (vor 3087 Tagen) @ herrNick

Abgesehen von den zwischenmenschlichen Problemen hat Tuchel hier sportlich einen Top-Job gemacht

Auch darüber ließe sich durchaus streiten. Was die erste Saison angeht, stimme ich durchaus zu, da gab es einen klar erkennbaren Plan: Da wurde in der Hinserie an einem variableren Angriffssystem gearbeitet, was dann noch zulasten der Defensive ging; daran wurde in der Rückrunde gearbeitet. Inwieweit er das Liverpoolspiel beeinflussen konnte, kann ich schwer einschätzen; zuvor waren das zum Teil starke Spiele in Europa (auch das Rückspiel ging ja sehr gut los), das Pokalfinale wurde erreicht, was erst im Elfmeterschießen verlorenging. Neben dem Liverpoolspiel blieb noch das Heimspiel gegen die Bayern hängen, wobei ich glaube, daß auch mit mehr Risiko - es war ja an sich die letzte Chance, doch noch mal in die Meisterschaft einzugreifen - nicht mehr drin gewesen wäre; da waren die Bayern schon extrem stark, meiner Erinnerung nach.

Was die letzte Saison angeht, bin ich mir bei der sportlichen Bewertung nicht mehr so sicher. Klar, unter dem Strich läßt sich das sehen: in der Champions League ins Viertelfinale gekommen, wieder im Pokalfinale (letzteres ja aber auch alles andere als souverän). In der Liga hingegen konnte die Auswärtsschwäche bis zuletzt nicht abgestellt werden (nur 5 Siege), mit zum Teil grausam anzuschauenden Spielen (Ingolstadt, Darmstadt, Mainz,...). Zuhause hingegen stimmten die Ergebnisse durchaus.

Was mir aber in der letzten Saison lange Zeit fehlte, war ein erkennbarer Plan, wie man ihn in der ersten Saison sehen konnte, eine festzustellende Weiterentwicklung der Mannschaft. Klar, mit Mkhitaryan und Hummels sind zwei zentrale Spielgestalter weggebrochen (Gündogan spielte ja nicht mehr so häufig), aber ich konnte nie wirklich erkennen, wie man das zu kompensieren versucht, es sah sehr oft nach Stückwerk aus, die oft ausgemachte Defensivschwäche sehe ich weniger als ein Problem der letzten Kette als vielmehr ein Problem der Organisation der gesamten Mannschaft. In der Hinserie kamen dann noch die vielen System- und Personalwechsel dazu, die dann auch nicht unbedingt zu einer Stabilisierung beigetragen hatten; das wurde in der Rückrunde besser, aber beispielsweise bei der Dreierkette hatte ich bis zum Ende das Gefühl, daß diese nicht wirklich funktionierte.

Warum nun aber - so mein Eindruck beim Lesen einiger Posts hier - wir nun wieder in der sportlichen Versenkung verschwinden sollen, aufgrund des Weggangs von Tuchel, verstehe ich nicht. Die individuelle Klasse bleibt ja hoffentlich halbwegs erhalten und wie viele Spiele nun über die bessere taktische Ausrichtung gewonnen wurden, weiß ich nicht.


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