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Mutmaßlicher BVB-Attentäter soll Tatwerkzeuge verbrannt haben (BVB)

Ulrich, Samstag, 03.06.2017, 10:18 (vor 3286 Tagen) @ Schnippelbohne

Mal wieder Neues von Sergej im Spon

Man hat in der Nähe seines Wohnortes eine Brandstelle gefunden, die von ihm stammen könnte.


Nicht in der Nähe seines Wohnortes, sondern hinter dem Hotel in dem sowohl die Mannschaft als auch er vor dem Anschlag zu Gast waren.

Die Frage lautet ob man ihn konkret mit den verbrannten Gegenständen in Verbindung bringen kann. DNA-Spuren gibt es ja wohl nicht mehr. Alles in allem dürfte es auf einen Indizienprozess hinaus laufen. Aber von denen gibt es wohl so viele dass meiner Meinung nach ein Schuldspruch so gut wie sicher ist.


Bzgl Brandstelle hast du natürlich recht. Hatte ich nicht so genau gelesen. Was die Beweislage angeht, habe ich auch den Eindruck, dass man inzwischen recht viel zusammengetragen hat und dass das reichen könnte für eine Verurteilung. Spannend wäre seine Version der Geschichte, falls er aussagt und nach wie vor seine Unschuld behauptet. Warum er im Hotel war, ein Zimmer zur Straße wollte und dann von dort die Optionen an dem Tag gekauft hat.

Wenn der Anwalt des Beschuldigten halbwegs clever ist wird er seinem Mandanten raten die Aussage komplett zu verweigern. In Anlehnung an die in den USA übliche Belehrung von Beschuldigten: Alles was er sagt kann und wird gegen ihn verwendet werden. Er war es, und deshalb würde seine Geschichte jede Menge Ungereimtheiten und Widersprüche enthalten. Der Anwalt dürfte zudem versuchen, in erster Linie Zweifel zu säen. Deshalb wird er schweigen. Ich würde mich zudem z.B. nicht wundern wenn die Verteidigung Watzke als Zeugen laden und ausführlich zu seinen öffentlich geäußerten Zweifeln zu den bisherigen Ermittlungsergebnissen befragen würde.

Was passiert wenn eine Angeklagte statt zu schweigen meint sie müsse in begrenztem Umfang reden um den Prozess in ihre Richtung zu beeinflussen kann man im Augenblick im NSU-Verfahren in München sehen. Da schaffen es Beate Zschäpe und ihre neuen Anwälte gerade eine Verurteilung zu lebenslanger Haft plus Feststellung der besonderen Schwere der Schuld ausgesprochen wahrscheinlich zu machen.


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