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Politik von und für Boomer (Politik)

Lattenknaller, Madrid, Montag, 02.11.2026, 13:27 (vor 10 Stunden, 42 Minuten) @ Ulrich

Software-Entwickler ohne Berufserfahrung braucht man nicht.
"Ich brauche eine Upload-Funktion in PHP 8.5.12 mit Drag & Drop die mir Bilder in diesen Größen liefert...".
Das Ergebnis ist schneller als da, als das Eintippen der Frage dauert.
Man muss schon hochspezialisiert sein oder extrem vertrauenswürdig sein, wenn man da noch gebraucht wird.


Bereits jetzt ist absehbar, dass wir irgendwann keine Fachleute mehr haben, die den maschinell erzeugten Code überprüfen können. Das muss dann eine andere KI machen. Gleichzeitig ist die KI sehr effizient, wenn es um das Auffinden von Sicherheitslücken geht. Ich befürchte, wir stehen erst am Anfang, was spektakuläre KI-unterstützte Hacks angeht.

Als jemand der beruflich Code produziert. Dazu gibt es mittlerweile Vorgaben und Routinen, wie man Anwendungen KI-unterstützt produziert. Das macht man schrittweise und mit Hilfe unterschiedlicher Agenten, die unterschiedliche Profile haben. Man baut zuerst die DB-Architektur und Schnittstellen, dann erstellt man erste lauffähige Versionen und dann füllt man die Bausteine, so bleibt es kontrollierbar und man kann die Arbeit nachvollziehen. Und man weiß, was die KI da so gebaut hat. Und man spart Tokens.
Die eigentliche Programmierarbeit macht der Agent. Es gibt nicht ansatzweise eine Chance, dass ein Mensch besseres Javascript oder PHP produziert, nur so als Beispiel. Bei ABAP bin ich noch ein bisschen besser. Aber das ist reine Kosmetik. Ich schreibe seit ca. 1 Jahr nur noch sehr wenige Zeilen. Das sind Korrekturen oder kleinere Dinge, bei denen die Integration fehlt oder der Prompt länger dauert.
Das hat natürlich den Riesennachteil, dass man es irgendwann verlernt oder nie lernt.
Aber wer kann heute noch Maschinensprache oder versteht den Compiler?
Das ist nur IT. In anderen Branchen sitzt da noch eine "veraltete" Arbeitsorganisation, die z.B. bei kaufmännischen oder rechtlichen Berufen den Einsatz von KI verhindert. Aber auch da geht es los. Da reden wir von 1 bis 2 Jahren bis die Agenten Einzug gehalten haben und komplette Prozesse übernehmen. Mit ähnlicher Form von Arbeitsteilung. Mit entsprechenden Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Und um auf den Ausgangspunkt zu kommen: Das ist dann auch etwas, was junge Menschen dann verunsichert. Zurecht. Den unreguliert wird das erstens zu erhöhter Arbeitslast für hochqualifizierte werden, Abbau von Arbeit für normal qualifizierte und dem zusätzlichen Verschieben von Reichtum von unten und Mitte nach oben.
Und dann reden wir nur über soziale und ökonomische Folgen. Die Sicherheitsfragen sind dann noch nicht angesprochen. Vereinzelte Hacks sind dann noch das kleinere Übel. In dem Moment, in dem Modelle der Güte von GPT Sol oder Claude Opus lokal ohne Cloud auf dezidierten Servern laufen können, können "böse" Agenten so richtig Schaden anrichten. Jeder der darauf nicht vorbereitet ist, wird zusammenbrechen. Gerade Finanzmärkte kannst Du da schnell zum Absturz bringen. Das wird alles noch sehr lustig.


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