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Politik von und für Boomer (Politik)

markus, Sonntag, 01.11.2026, 11:55 (vor 6 Stunden, 8 Minuten) @ istar

Da die Generationen keine homogene Gruppe mit homogenen Interessen sind, ist diese Analyse nichts anderes als verzweifelter Populismus .


Das ist doch ein Ablenkungsmanöver. Die demografische Realität lässt sich nicht leugnen. Wenn die größte Wählergruppe statistisch in einer völlig anderen Lebensphase steckt als die Jugend, verschieben sich die politischen Prioritäten automatisch in Richtung Status-quo-Erhaltung. Es geht darum, dass das System die Interessen derer, die am längsten mit den heutigen Entscheidungen leben müssen, strukturell benachteiligt.


Ja,das ist im Prinzip richtig. Trotzdem repräsentieren die Demos auch nur einen Teil "der" jungen Leute.
U.a. weil das,wogegen demonstriert wird, eher ein buntes Potpourri von allem ist ,als das es ein klares Ziel darstellt.
Den Klimawandel stärker bekämpfen,würden gern auch manche Ältere. Steigende Mieten oder allgemein Lebenshaltungskosten betreffen auch alle Altersgruppen.
Mehr Investitionen in Bildung dürtften zumindest Eltern begrüßen wollen.
Wenn man aber zu einer Generation gehört,die beim Bund war oder die Zivildienst gemacht hat, dann ist das Verständnis für Proteste gegen eine nichtmal eingeführte Wehrpflicht vielleicht nicht groß ausgeprägt.
Wenn dann noch ein sinnfreies "wir wollen nicht in den Krieg" (O-Ton gestern gehört)dazukommt,dann ist das entweder blanker Populismus oder Unwissenheit.
Die Bundeswehr hat übrigens steigende Bewerberzahlen, da das keine Boomer oder Rentner sein dürften, sind die der andere Teil "der" Jugend.

Alles richtig. Es waren ja auch nicht alle jungen Leute auf der Straße. Und auch wenn sich einige Forderungen entkräften lassen, ist es erst einmal positiv, dass sich junge Leute Gedanken über ihr Leben machen. Insgesamt kann ich verstehen, dass sich viele junge Leute abgehängt fühlen. Schließlich ist in Sachen Umweltpolitik einiges zurückgedreht worden.

Und wenn Merz dann hämisch darauf hinweist, dass junge Leute mehr arbeiten sollten, während die Regierung dafür sorgt, dass demnächst vierjährige Befristungen möglich sind, ist das eine ganz bescheidene Situation. Das kann bedeuten, dass man zusammen mit einer dreijährigen Ausbildung insgesamt sieben Jahre in der Schwebe hängt und dadurch auch auf dem Wohnungsmarkt größere Schwierigkeiten hat. Kredite bekommt man mit einem befristeten Job ebenfalls nur schwer.


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