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Lange Länderspielpause - eure Meinung? (Fußball und Sport allgemein)

CF, Dienstag, 29.09.2026, 15:32 (vor 7 Stunden, 39 Minuten) @ Blarry

Man kann ja Länderspiele durchaus nicht mögen, doch sollte man zumindest berücksichtigen, dass EM- und WM-Turniere für Fussballer und Fussball-Fans generell gesprochen die wichtigsten Fussball-Ereignisse darstellen, auch wenn eine kleine Blase in Deutschland meint das anders sehen zu wollen.


Sieht der Fußball selber die Nationalmannschaftsturniere denn auch als die wichtigsten Fußballereignisse?

Das musst du ihn im Zweifel selbst fragen. Habe aber noch nie den Eindruck gehabt, dass das nicht so wäre (auch wenn sich der eine oder andere Spieler für die Malta- oder Gibraltar-Qualispiele schonmal hat schonen lassen).

Wie viel Geld gibts im Rahmen einer EM oder WM als Spieler, Trainer, Physio einzunehmen, und wie viel in der Champions League?

Tatsächlich glaube ich, dass das für die allermeisten Profis aus diesem Bereich keine Rolle spielt. Sie bekommen ihr Gled von den Clubs. Dazu halt noch ein bisschen was drauf bei der Nationalmannschaft.

Wieso bleiben die besten Trainer des Sports in den Vereinsmannschaften, und denken in der Regel erst als Frührentner über einen Job als Nationaltrainer nach?

Die 1. Ligen der Länder haben 18-20 Clubs. Den Nationaltrainer kann nur einer machen. Ich denke, das beantwortet die Frage. Es ist halt auch ein anderer Job. Nicht die tägliche Arbeit, sondern eher die wöchentliche. Und die Namen der Nationaltrainer sind nicht minder beeindruckend als die der Club-Trainer. Weltweit.

Daraus folgend: schaut man Länderspiele ernsthaft aus tiefgründigem Interesse am Sport? Die Zeiten, als aus den Nationalmannschaften noch innovative Ideen in die Peripherie heruntertropften sind lange, lange vorbei. Bis auf Spanien beschränken sich selbst die vermeintlichen Spitzenteams wie Argentinien und England auf einfache Mittel ohne Tiefe und Finesse. Und die, die es gerne komplexer machen wollen, wie Deutschland, finden schnell raus, wieso das nicht funktioniert. Selbst el dento blanco kündigt in seiner Einstiegs-PK als allererstes an, die Neuerungen des Vereinsfußballs der letzten 15 Jahre ignorieren und wieder zocken zu wollen, als hätte er Schmelle und Großkreutz aufm linken Flügel.

Schaut man Fussball weltweit aufgrund der innovativen taktischen Ideen? Das wäre mir tatsächlich neu. Ich habe fast - aber auch nur fast - den Eindruck, der gemeine Fussball-Fan hat eine emotionale Bindung zu dem Sport.

Und, vielleicht der wichtigste Indikator: wo ist die Twitterspielerbilderbubble für Nationalteams?

Da bin ich raus.

Man bricht sich kein Zacken ausm Krönchen, wenn man die Spiele nicht zu mehr überhöht als seichtes, leichtes Hintergrundrauschen im Wohnzimmer ohne den großen Anspruch.

Wie andere Spiele im Zweifel dann eben auch. In Deutschland halt.


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