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Witzfiguren Geissblog (BVB)

markus, Samstag, 15.08.2026, 13:14 (vor 10 Stunden, 4 Minuten) @ Baffy

Haaland hat hier 67 Spiele gemacht mit 62 Toren er kam im Winter 2020 bis Sommer 2022. Haaland hatte eine feste Ausstiegsklausel, das war von vornehereit schon klar als man ihn aus Salzburg holte .

Jude Bellingham kam in 2020 und hat hier 3 Saisons gespielt und war von Anfang an spielbestimmend. Er hat nie ein Hehl daraus gemacht das er eines Tages weiter ziehen würde. Er wechselte dann für eine gut Ablöse obwohl wir ihn lieber behalten hätten.

Sancho kam in 2017. Er hat dann kurz bei der U23 , U19 und in der Youth League gespielt, aber bereits Ende August bei den Profis. Er hat hier bis Sommer 2021 gespielt. Dann wollte er zurück nach England und man bekam eine gute Ablöse und legte ihm keine Steine in den Weg, obwohl man ihn zu diesem Zeitpunkt lieber behalten hätte.


Das ganze ist in keinster Weise mit Köln vergleichbar. El Mala hat nun eine Saison für Köln gespielt mit 13 Toren. Sehr oft kam er von der Bank. Er war nicht direkter Startelfspieler. Trotdem hatte er seine Fähigkeiten gut eingebracht. Ihn jetzt mit einem Haaland, Jude Bellingham oder Jadon Sancho von 2020 zu vergleichen liegt ziemlich daneben.

Ich glaube, du vermischst hier zwei unterschiedliche Fragen. Natürlich waren Haaland, Bellingham und Sancho zum Zeitpunkt ihrer Abgänge weiter als El Mala nach seiner ersten Saison. Das bestreitet doch niemand. Darum geht es aber auch gar nicht.

Es geht um das Risiko, einen Spieler mit außergewöhnlichem Potenzial zu behalten, obwohl man nicht sicher weiß, wie er sich entwickelt. Genau dieses Risiko hatte der BVB ebenfalls. Haaland hätte sich verletzen oder schwächeln können, Bellingham hätte den nächsten Entwicklungsschritt nicht machen können und auch Sancho hätte sich nach seinem Durchbruch anders entwickeln können. Trotzdem war es sinnvoll, diese Spieler nicht nach ihrer ersten Saison zu verkaufen, sondern auf ihre weitere Entwicklung zu setzen.

Und genau deshalb finde ich die Argumentation bei El Mala so merkwürdig: Wenn Köln davon überzeugt ist, dass er ein außergewöhnliches Talent ist, warum sollte man ihn ausgerechnet jetzt verkaufen, nachdem er seine erste Profisaison gespielt hat? Zumal der Vertrag noch vier Jahre läuft. Man hat also überhaupt keinen Zeitdruck.

Dass El Mala bisher nicht auf dem Niveau von Haaland, Bellingham oder Sancho war, ist doch gerade der Punkt: Er muss es auch noch nicht sein. Wenn man glaubt, dass er dieses Niveau erreichen kann, ist es vollkommen logisch, ihn weiterzuentwickeln und später zu verkaufen – oder ihn im Idealfall sogar selbst zu behalten.

Und wenn der BVB jetzt bereit ist, erstmals deutlich über die ursprünglich kolportierten ~30 Mio. Euro hinauszugehen, zeigt das doch zumindest, dass man ihm ein außergewöhnliches Entwicklungspotenzial zutraut. Ob diese Einschätzung am Ende richtig ist, weiß niemand. Aber genau deshalb ist es eben keine Selbstverständlichkeit, ihn für drei oder vier Spieler abzugeben, bei denen genauso wenig garantiert ist, dass sie einen entsprechenden Mehrwert bringen.

Die eigentliche Frage ist also nicht: „Ist El Mala heute schon so gut wie Haaland, Bellingham oder Sancho?“ Natürlich nicht. Die Frage ist: Ist sein erwarteter zukünftiger Wert so hoch, dass es für Köln sinnvoller sein könnte, ihn zu behalten, statt ihn jetzt gegen eine hohe Ablöse abzugeben? Und genau das ist bei einem noch vier Jahre laufenden Vertrag durchaus eine völlig legitime Perspektive.


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