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Xavi wird neuer Bondscoach (Fußball und Sport allgemein)

Will Kane, Biosphärenreservat Bliesgau, Donnerstag, 13.08.2026, 09:37 (vor 1 Tag, 8 Stunden, 0 Min.) @ donotrobme

Ich finde es ebenso spannend.

Auch die Niederlande mussten sich eingestehen, dass es nicht immer gut ist, den Trainer aus dem eigenen Dunstkreis zu holen. Also ist es zur Abwechslung mal nicht Koemann, van Gaal, Advocaat geworden. Xavi dürfte neue Impulse setzen, dabei auf das bewährte 4-3-3 setzen.

In den Niederlanden gibt es so lange ich den dortigen Fußball verfolge (= seit den 60ern) immer Streit unter und zwischen denjenigen, die gerade in der Verantwortung für den niederländischen Fußball stehen und denjenigen, die dies gerade nicht sind. Da ist zwar vieles auch von persönlichen Animositäten geprägt, aber dahinter scheint mir auch ein gewisses Sendungsbewusstsein zu stehen.

Ich bin gespannt, wie man nun mit Xavi umgehen wird, der ja nun eben nicht aus dem gleichen Haus stammt und trotz der fußballerischen Verbindungen von Außen kommt und auch ein Ausländer ist.


Die Niederlande haben zusätzlich eine neue Generation an spannenden Spielern. Verbruggen, Hato, Maatsen, Frimpong, Gravenberch, Simmons, Summerville oder Leverkusens Poku, plus die gestandenen Spieler wie Gakpo oder Reijnders. Das ist der beste niederländische Kader seit 2010 als sie Vizeweltmeister wurden.
Deutschland ist aktuell in der Breite nicht so gut aufgestellt. Einen Spieler wie Wirtz oder Musiala haben die Niederlande jedoch nicht.

Und wieder war da dieses Problem, dass die Niederländer nicht das daraus gemacht haben, was man hätte erwarten können.


Bei der WM hatten sie Pech, dass sie früh auf Marokko getroffen sind und das zum Beispiel Gakpo trotz privaten Schicksalschlags spielte. Seine Frau hatte wohl eine späte Fehlgeburt.
Jetzt hat er die Zeit dies zu verarbeiten.

Du kannst es verarbeiten, du wirst lernen damit umzugehen und zu leben, du wirst dich auf das freuen was kommen wird und wirst es genießen. Die Wunde wird verheilen. Aber eine Narbe bleibt immer.


Mit einem guten Trainer könnte was für die Niederlande gehen, wobei die Konkurrenz aus Spanien, Frankreich oder England brutal stark ist. Das zum Beispiel Spanien gerade Europa- und Weltmeister ist, darüber redet erstaunlicherweise kaum jemand. Das ist eine Leistung, die kaum jemand vor ihnen geschafft hat.

Die Erfolge der spanischen Nationalelf mit ihrem Spielstil inklusive ihrer mannschaftlichen Geschlossenheit werden nach meinem Eindruck bewusst ein wenig ignoriert. Da gibt es trotz Yamal nicht diese schillernden Individualisten wie bei der Équipe Tricolore, es gibt nicht den ‚Krieg‘ auf dem Spielfeld (trotz eines Messi) wie bei den Argentiniern, es gibt nicht das rennballartige Bearbeiten von Platz, Ball und Gegner wie bei Trainern wie Klopp oder Rangnick. Apropos Trainer, Luis de la Fuente ist ein kluger Mann. Aber alles andere als ein Showstar.

Toni Kroos hat es mit seinem ‚Football won‘ zwar anders gemeint, aber man kann es mAn durchaus auch so verstehen, dass der Fußball der spanischen Nationalmannschaft vom spielerischen Moment dominiert und sich damit am nächsten am Kern des Spiels an sich befindet.

Je mehr man darüber sinniert, umso mehr könnte man ja auf die Idee kommen, nicht generell alles, aber den einen anderen Aspekt des spanischen Spielstils aufzugreifen. Aber es scheint einfacher zu sein, sich auf individuelle Klasse, physische Robustheit oder Laufarbeit zu fokussieren als z.B. am Passspiel zu arbeiten.


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